Die Aktie des Münchner Chipkonzerns geriet am Montag kräftig unter die Räder. Mit einem Minus von über 2 Prozent auf 40,64 Euro gehörte der Titel zu den schwächsten Werten im DAX. Doch was steckt hinter dem plötzlichen Ausverkauf?
Der Auslöser kam aus Washington: Donald Trump nominierte Kevin Warsh als neuen Fed-Chef. Warsh gilt als geldpolitischer Falke, der einen restriktiveren Zinspfad bevorzugt. Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen? Vorerst begraben.
Gold-Crash setzt Hedgefonds unter Druck
Die Reaktion an den Märkten war heftig. Gold und Silber brachen ein – nach zuvor massiven Kursanstiegen, die von Spekulanten befeuert wurden. Börsianer sprechen von einem Ablassen heißer Luft, nicht von einem echten Trendwechsel.
Doch die Folgen reichen weiter: Hedgefonds, die mit Kredithebel auf steigende Edelmetallpreise gesetzt hatten, gerieten durch den Preisverfall unter Zugzwang. Sie müssen Positionen verkaufen – auch Aktien. Genau das belastete konjunktursensible Halbleiterwerte wie Infineon am Montag.
Branchenweite Schwäche
Der Verkaufsdruck erfasste die gesamte Chipbranche. In Europa verlor ASML über 3 Prozent auf 1.176,40 Euro, BE Semiconductor rutschte um 3,10 Prozent auf 159,40 Euro ab. Bereits in Asien hatte die Korrektur begonnen: Samsung sackte um 6,29 Prozent ab, SK hynix brach sogar um 8,69 Prozent ein.
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Trotz des Rücksetzers bleiben die Jahresbilanzen beeindruckend. ASML steht 2026 noch mit 28 Prozent im Plus, BE Semiconductor mit knapp 20 Prozent.
Morgan Stanley bleibt optimistisch
Die Investmentbank Morgan Stanley hob das Kursziel für Infineon deutlich von 45 auf 54 Euro an. Die Einstufung „Overweight“ bleibt bestehen. Die Analysten sehen im Ausbau von Rechenzentren einen strukturellen Wachstumsmotor für den deutschen Chiphersteller.
Die Frage bleibt: Handelt es sich um eine kurzfristige technische Korrektur oder den Beginn einer größeren Konsolidierung? Die fundamentale Story scheint intakt zu sein – doch die Nervosität an den Märkten dürfte zunächst anhalten.
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