Intels schwacher Ausblick für das vierte Quartal und die Aussicht auf eine anhaltende PC-Flaute haben Infineon am Freitag belastet. Medienberichten zufolge lösten diese Nachrichten den Rückgang aus und drückten europäische Chipwerte branchenweit. Heute steigt die Infineon-Aktie um 1,4%.
Medienberichten vom Samstag zufolge bezeichnete die Deutsche Bank die vorangegangenen Abschläge bei europäischen Chipaktien als übertrieben. Sie führte Infineon unter fünf Hardwarewerten mit Kaufempfehlung.
Ausbau von Forschung und Fertigung
Infineon eröffnete am Mittwoch in Warstein ein neues Büro- und Laborgebäude. Nach Unternehmensangaben umfasst die Laborfläche rund 1.200 Quadratmeter; rund 350 Beschäftigte sollen dort arbeiten. Das Gebäude wurde mit GARBE Institutional Capital und BC Partners Real Estate als Projektentwickler und Investor realisiert. Deren Investitionsvolumen lag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Für Villach kündigte Infineon vor gut einer Woche Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro bis 2034 an. Geplant ist nach Unternehmensangaben die weltweit erste Hochvolumenfertigung von GaN-Leistungshalbleitern auf 300-mm-Wafern.
Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. Für das Projekt sind 319 Millionen Euro Förderung im Rahmen des Europäischen Chips Acts genannt.
Neue Produkte und nächster Berichtstermin
Am 27. Oktober brachte Infineon die LinearFET-MOSFET-Technologie für Stromverteilungssysteme in Elektro- und softwaredefinierten Fahrzeugen auf den Markt. Außerdem stellte das Unternehmen die ENDOPACK-Chip-Embedding-Plattform für Traktionswechselrichter vor und präsentierte ein Referenzdesign für Enterprise-KI-Server.
Vor rund zwei Wochen baute Infineon zudem die Zusammenarbeit mit NVIDIA bei Stromversorgungsarchitekturen für KI-Rechenzentren aus. Im Mittelpunkt stehen GaN-basierte Zwischenkreis-Spannungsumrichter.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 ist für den 10. November 2026 angekündigt. Geplant ist die Bekanntgabe um 7:30 Uhr CET.
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