Die Blicke der Halbleiter-Investoren richten sich in dieser Woche gebannt auf einen einzigen Termin. Wenn der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC seine Bücher öffnet, steht auch für den Münchner Chiphersteller viel auf dem Spiel. Die Zahlen aus Taiwan gelten als wichtigster Gradmesser für die globale Nachfrage nach Hardware und bestimmen maßgeblich die Branchenstimmung.
Infineon ist tief in die weltweiten Technologielieferketten verwoben. Besonders die Stromversorgung für gigantische KI-Rechenzentren erweist sich als lukrativer Wachstumsmarkt. Liefert TSMC hier starke Produktionsdaten, dürfte das die Zuversicht in das Hardware-Segment weiter festigen. Zuletzt zeigte sich dieser Bereich ohnehin widerstandsfähig. Während reine Softwarewerte Abverkäufe verzeichneten, hielt sich die Hardware-Sparte stabil.
Warnsignal trotz starker Performance
Die relative Stärke spiegelt sich im jüngsten Kursverlauf deutlich wider. Allein in den vergangenen sieben Tagen legte das Papier um 9,44 Prozent zu und verabschiedete sich am Freitag bei 42,77 Euro ins Wochenende. Ein technischer Indikator mahnt jedoch zur Vorsicht: Der RSI-Wert von 86,2 signalisiert eine massive Überkauftheit. Kurzfristige Gewinnmitnahmen vor den anstehenden Quartalsberichten wären daher keine Überraschung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?
Unabhängig von den kurzfristigen Marktimpulsen treibt das Management den eigenen Kapazitätsausbau konsequent voran. Von den geplanten 2,7 Milliarden Euro an Investitionen im laufenden Geschäftsjahr fließt ein Großteil in die neue „Smart Power Fab“ in Dresden. Der für Sommer 2026 geplante Produktionsstart markiert einen wichtigen Meilenstein für die langfristige Lieferfähigkeit.
Anstehende Termine im Überblick:
– 16. April 2026: Quartalszahlen TSMC
– 06. Mai 2026: Quartalsergebnisse Infineon (Q2)
Ob die aktuelle Aufwärtsbewegung anhält, entscheidet sich maßgeblich am kommenden Donnerstag. Liefert TSMC überzeugende Ausblicke für das KI-Segment, rückt das 52-Wochen-Hoch bei 47,03 Euro wieder in greifbare Nähe. Enttäuschen die Zahlen aus Taiwan jedoch, bietet der 50-Tage-Durchschnitt bei 41,66 Euro eine erste wichtige Unterstützungslinie für die Aktie.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 12. April liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
