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Symbolbild, KI-generiert

Infineon Aktie: Citigroup hebt Ziel auf 80 Euro

Citigroup-Analyst hebt Kursziel für Infineon auf 80 Euro an und prognostiziert stärkeres Wachstum durch Auto-, Industrie- und KI-Nachfrage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Citigroup erhöht Kursziel auf 80 Euro
  • Starke Nachfrage aus Auto und Industrie
  • KI-Story über Leistungshalbleiter und Sensorik
  • Prognoseanhebung für das Geschäftsjahr 2025/26

Infineon bekommt Rückenwind von der Wall Street. Citigroup sieht für den DAX-Konzern deutlich mehr Potenzial und setzt ein Kursziel, das selbst im optimistischen Halbleiterumfeld heraussticht. Der Kern der Neubewertung: Autos, Industrie und KI ziehen stärker als erwartet.

Am Montag reagiert die Aktie mit Anschlusskäufen. Der Kurs liegt bei 66,73 Euro und damit 2,72 Prozent über dem Freitagsschluss; binnen eines Monats summiert sich das Plus auf 38,16 Prozent. Damit handelt der Titel nur knapp unter seinem jüngsten Jahreshoch.

Citigroup setzt die Messlatte höher

Citigroup-Analyst Andrew Gardiner bleibt bei seiner Kaufempfehlung und hebt das Kursziel von 52 auf 80 Euro an. Das ist ein kräftiger Schritt, weil die Bank Infineon nicht nur mehr Umsatz zutraut, sondern auch eine bessere Profitabilität erwartet.

Die Begründung ist operativ relevant. Infineon profitiert laut Gardiner von einer unerwartet robusten Nachfrage aus der Automobil- und Industriebranche. Hinzu kommt die KI-Story, die bei Infineon weniger über klassische Rechenchips läuft, sondern über Energieversorgung, Leistungshalbleiter und Sensorik für Rechenzentren.

Bis zum Geschäftsjahr 2028 hat Citigroup die Umsatzschätzungen um bis zu 8 Prozent angehoben. Genau dieser Punkt ist wichtig: Der Markt preist nicht nur ein starkes Quartal, sondern eine längere Phase besserer Nachfrage ein.

Prognoseanhebung stützt den Trend

Die Analystenstudie trifft auf ein Umfeld, das sich bereits aufgehellt hat. Infineon hatte nach den Zahlen zum zweiten Quartal des Fiskaljahres 2025/26 die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Konzernchef Jochen Hanebeck rechnet im zweiten Halbjahr mit stärkerem Wachstum, getragen von einem breiteren Aufschwung in mehreren Endmärkten.

Das nimmt Druck aus der Halbleiterstory. Nach einer längeren Phase mit Lagerabbau und schwankenden Bestellungen achten Investoren besonders darauf, ob Nachfragebelebung wirklich in Marge übersetzt wird. Citigroups höhere Profitabilitätserwartung trifft deshalb einen Nerv.

Auch andere Häuser bleiben konstruktiv. JPMorgan führt Infineon weiter mit „Overweight“, Goldman Sachs sieht das Kursziel bei 75 Euro. Die neue Citigroup-Marke liegt darüber und verschiebt die Erwartungsskala sichtbar nach oben.

Dresden bleibt strategischer Hebel

Operativ rückt auch die neue Smart Power Fab in Dresden in den Blick. Die Produktion soll im Jahr 2026 starten; Infineon investiert mehr als fünf Milliarden Euro in das Projekt. Rund eine Milliarde Euro Fördermittel aus dem Europäischen Chips Act sollen den Ausbau flankieren.

Die Fabrik passt zur aktuellen Investmentstory. Gefragt sind Chips für Power-Management, effiziente Energiesteuerung und analoge beziehungsweise Mixed-Signal-Anwendungen. Genau dort sitzt Infineon mit einem großen Teil seines Geschäfts.

Nach dem starken Lauf ist die Aktie bereits anspruchsvoller bewertet als noch vor wenigen Wochen. Bis zum Geschäftsjahresende am 30. September muss Infineon die höhere Jahresprognose mit stabilen Bestellungen aus Auto, Industrie und KI-Rechenzentren unterlegen. Gelingt das, wäre das neue Citigroup-Ziel weniger ein Ausreißer als ein Signal für eine länger eingepreiste Erholung.

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