Der DAX-Konzern erhält am heutigen Mittwoch gleich doppelten Rückenwind. Während Analysten eine Verdopplung der KI-Umsätze prognostizieren, meldet der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock den signifikanten Ausbau seiner Beteiligung. Doch können diese Impulse die anhaltende Schwäche im wichtigen Automobilsektor tatsächlich kompensieren?
Milliarden-Potenzial durch KI
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht eine neue Analyse von mwb research. Die Experten hoben ihr Kursziel für das Papier von 35,50 auf 40,00 Euro an, wenngleich sie das Votum vorerst auf „Halten“ belassen. Treiber für die Anpassung ist eine massive Neubewertung des KI-Geschäfts.
Konkret rechnen die Analysten damit, dass sich der Umsatz mit Komponenten für künstliche Intelligenz – speziell bei der Stromversorgung für Server – von rund 700 Millionen Euro im Jahr 2025 auf etwa 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 verdoppeln wird. Diese Schätzung stufen die Experten sogar noch als konservativ ein. Langfristig traut man Infineon in diesem Segment bis 2030 einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent zu, was einem Gesamtvolumen von bis zu 12 Milliarden Euro entspräche.
Unterstützt wird die Stimmung durch eine heute veröffentlichte Stimmrechtsmitteilung. Der US-Finanzriese BlackRock hat seine Anteile an Infineon aufgestockt und hält nun 7,50 Prozent der Stimmrechte. Ein solcher Schritt institutioneller Investoren wird am Markt häufig als langfristiges Stabilitätssignal interpretiert.
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Warnsignale im Kerngeschäft
Trotz der KI-Fantasie bleibt das Umfeld für Infineon herausfordernd. Die Analysten von mwb research betonen, dass „KI alleine nicht ausreicht“, um die aktuelle Situation vollständig zu drehen. Das klassische Kerngeschäft mit der Automobilindustrie leidet weiterhin unter Preisdruck und Währungsschwankungen. Hinzu kommt personeller Aderlass: Senior Vice President Laurent Rémont verlässt das Unternehmen zum 1. April, um CEO bei Soitec zu werden – ein Verlust an Expertise im Bereich Sensoren und Automotive.
Die Bewertung der Aktie spiegelt diese Zerrissenheit wider. Mit einem Kurs um 40 Euro notiert das Papier nahe dem neuen mwb-Ziel, aber noch unter dem Marktkonsens von rund 44 Euro. Häuser wie Jefferies sehen mit Kurszielen über 50 Euro deutlich mehr Potenzial, setzen dabei aber darauf, dass der KI-Zyklus die zyklische Schwäche anderer Sparten überlagert.
Die entscheidende Bewährungsprobe folgt am 4. Februar 2026. An diesem Datum legt Infineon die Zahlen für das erste Quartal vor. Anleger erwarten dann von CEO Jochen Hanebeck nicht nur die Bestätigung der KI-Prognosen, sondern zwingend auch konkrete Aussagen zur Margenstabilisierung im Automobilgeschäft, um das aktuelle Kursniveau fundamental zu untermauern.
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