Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Infineon Aktie: Berenberg hebt auf 100 Euro

Infineon Aktie: Berenberg hebt auf 100 Euro

Nach Besichtigung der neuen Chipfabrik in Dresden heben mehrere Analysten ihre Kursziele für Infineon deutlich an. Die Aktie reagiert positiv.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten heben Kursziele nach Werksbesuch an
  • Neue Chipfabrik in Dresden früher eröffnet
  • Kapazitätsausbau für KI-Rechenzentren geplant
  • Quartalszahlen am 5. August als nächster Test

Drei Analysehäuser besuchen die neue Chipfabrik in Dresden. Danach schießen die Kursziele für Infineon nach oben. Die Aktie reagiert am Freitag mit einem Plus von 2,26 Prozent und schließt bei 77,44 Euro.

Berenberg und Bank of America werden deutlich optimistischer

Berenberg hebt sein Kursziel von 70 auf 100 Euro an. Bank of America bestätigt sein Ziel bei 108 Euro. JPMorgan stuft die Aktie neu mit „Overweight“ ein und nennt 96 Euro als Kursziel.

Auslöser ist die neue Smart-Power-Fabrik in Dresden. Infineon eröffnete sie am 2. Juli offiziell. Nach eigenen Angaben ist es die weltweit größte Fabrik für intelligente Leistungshalbleiter und Analog-/Mixed-Signal-Technologien. Der Konzern steckte fünf Milliarden Euro hinein — die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte.

Schon im Juni fiel das Analystenbild überwiegend positiv aus. Von acht Experten stuften sieben die Aktie mit „Kaufen“ ein, einer mit „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 91,50 Euro. Nach den jüngsten Anhebungen dürfte dieser Wert weiter steigen.

Neue Fabrik als Kapazitätshebel für KI-Nachfrage

Analysten heben vor allem die schnelle Inbetriebnahme hervor. Infineon eröffnete die Fabrik mehrere Monate früher als ursprünglich geplant. Am Standort Dresden verdoppelt der Konzern damit seine Fertigungskapazitäten für Leistungshalbleiter.

Dresden arbeitet eng mit dem österreichischen Standort Villach zusammen — im Rahmen einer sogenannten „One Virtual Fab“. Beide Werke sollen neue Produkte und Fertigungsprozesse künftig gemeinsam schneller qualifizieren. Bei starker Nachfrage lässt sich der Produktionshochlauf dadurch etwa doppelt so schnell realisieren wie bisher.

Die zusätzliche Kapazität kommt zur rechten Zeit. Infineon baut seine Position im Wachstumsmarkt der KI-Rechenzentren aus und hat die Investitionen dafür bereits auf rund 2,7 Milliarden Euro erhöht. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet der Konzern in diesem Bereich mit rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz — nach etwa 1,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr.

Kurs bleibt unter dem Jahreshoch

Trotz der Analystenrallye liegt die Aktie klar unter ihrem Rekordniveau. Zum 52-Wochen-Hoch von 89,67 Euro vom 3. Juni fehlen noch 13,64 Prozent. Auf 30-Tage-Sicht steht sogar ein Minus von 11,70 Prozent zu Buche — die Aufwärtsdynamik der vergangenen Wochen hat sich also abgeschwächt.

Seit Jahresbeginn bleibt die Bilanz trotzdem beeindruckend: Ein Plus von 102,17 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar 109,07 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 72,61 Euro liegt 6,66 Prozent unter dem aktuellen Kurs und gilt als kurzfristige Unterstützung.

Der RSI von 50,0 zeigt einen neutralen Markt ohne Überhitzung. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 73,05 Prozent bleibt allerdings hoch — der Handel im Halbleitersektor bleibt nervös.

Nächster Härtetest im August

Am 5. August 2026 legt Infineon die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Der Konzern erwartet dafür rund 4,1 Milliarden Euro Umsatz. Entscheidend wird sein, ob sich die kommunizierte Erholung im Automotive-Segment tatsächlich bestätigt.

Erst dann zeigt sich, ob der Kapazitätssprung in Dresden bereits in höheren Auftragseingängen sichtbar wird. Die optimistischen Kursziele der Analysten müssen sich an dieser operativen Realität messen lassen.

Anzeige

Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 5. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Infineon

Infineon Chart