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Symbolbild, KI-generiert

Infineon Aktie: Beitritt zu NVIDIAs MGX-Ecosystem

Infineon tritt NVIDIAs KI-Ökosystem bei und liefert spezielle Chips. Trotz neuer US-Exportregeln bleibt die Analystenstimmung positiv.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Beitritt zu NVIDIAs KI-Ökosystem
  • Lieferung von Power-Management-Lösungen
  • Aktienkurs nahe Allzeithoch
  • Neue US-Exportbeschränkungen für Halbleiter

Die Rally bei Infineon kennt kaum ein Ende. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt, das Papier notiert nahe seinem Allzeithoch bei 81,81 Euro. Am Montag gab es einen leichten Rücksetzer auf 81,21 Euro – ein Minus von 0,73 Prozent. Doch die Grundstimmung bleibt extrem positiv.

Der Grund dafür liegt weniger in der eigenen Bilanz als in einer strategischen Allianz.

Rückenwind aus mehreren Richtungen

Infineon ist dem sogenannten MGX AI Factory Ecosystem von NVIDIA beigetreten. Der Konzern liefert dafür spezielle Power-Management-Lösungen auf Basis von Galliumnitrid und Siliziumkarbid. Diese Bauteile sind für den Betrieb moderner KI-Rechenzentren unverzichtbar – sie wandeln die hohe Gleichspannung in niedrigere Spannungsbereiche für die Rechenkerne um.

Parallel dazu profitiert Infineon von einer breiten Sektor-Rally. In Südkorea zogen die Aktien von LG und Samsung am Montag deutlich an. Auslöser war der Besuch von NVIDIA-CEO Jensen Huang. Die Hoffnung: erweiterte Kooperationen. Südkoreanische Halbleiterexporte erreichten im Mai ein Rekordhoch. Von dieser globalen Nachfrage profitiert auch der deutsche Chipkonzern.

Regulatorischer Gegenwind

Allerdings gibt es auch Risiken. Die US-Regierung verschärfte am 1. Juni die Exportbeschränkungen für Hochleistungshalbleiter nach China. Eine neue Mitteilung des Bureau of Industry and Security schließt Schlupflöcher. Zukünftig ist eine Exportlizenz auch dann nötig, wenn die Empfängerfirma ihren Hauptsitz oder ihre Muttergesellschaft in China oder Macao hat. Experten zufolge könnten zuvor erhebliche Mengen über solche Kanäle nach China gelangt sein. Für Infineon bedeutet das eine genaue Prüfung der globalen Lieferströme.

Die finanzielle Basis für den Aufschwung ist solide. Im ersten Halbjahr erzielte Infineon einen Umsatz von knapp 7,5 Milliarden Euro, das Nettoeinkommen lag bei 557 Millionen Euro. Für das dritte Quartal rechnen Analysten mit rund 4,1 Milliarden Euro Umsatz und einer Segmentmarge von 17,1 Prozent.

Die Analysten bleiben überwiegend optimistisch. Die Deutsche Bank sieht Kursziel 90 Euro. Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung. Citigroup und Morgan Stanley taxieren den fairen Wert zwischen 80 und 91 Euro. Der Markt-Konsens liegt bei etwa 70 Euro – die Aktie notiert also bereits deutlich darüber, getrieben von der KI-Nachfrage und der NVIDIA-Integration.

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