Die Anteilsscheine von Infineon melden sich eindrucksvoll zurück und lassen die monatelange Seitwärtsphase hinter sich. Doch der Impuls für die heutige Rally stammt nicht aus der Unternehmenszentrale in Neubiberg, sondern von einem Wettbewerber aus den Niederlanden. Nun stellt sich die Frage: Kann der DAX-Konzern diesen Schwung bis zu den eigenen Zahlen in der kommenden Woche halten?
- Auslöser: Starke Zahlen von ASML ziehen den gesamten Sektor nach oben.
- Kursreaktion: Sprung auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 45,17 Euro.
- Analysten: Kursziele steigen auf bis zu 52 Euro.
- Termin: Eigene Quartalszahlen folgen am 4. Februar.
ASML sorgt für Kauflaune
Verantwortlich für den Stimmungsumschwung im Halbleitersektor ist der niederländische Ausrüster ASML. Das Unternehmen präsentierte am heutigen Mittwochmorgen eine Bilanz, die Markbeobachter positiv überraschte. Neben soliden operativen Ergebnissen sorgten vor allem ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro sowie eine Dividende von 1,60 Euro für Optimismus.
Diese Nachrichten zerstreuten jüngste Sorgen vor einer Abkühlung des Chipmarktes. Investoren werten die ASML-Zahlen als Bestätigung, dass die Nachfrage, getrieben durch den KI-Boom und Hochleistungschips, robust bleibt. Infineon profitiert von dieser veränderten Wahrnehmung durch einen deutlichen Sympathie-Effekt.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die positive Marktstimmung wird durch aktuelle Einschätzungen großer Investmentbanken untermauert. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele für Infineon zuletzt nach oben angepasst, was das fundamentale Vertrauen in den Titel stärkt:
- Jefferies sieht mit einem Ziel von 52 Euro noch deutliches Aufwärtspotenzial.
- Berenberg hob das Ziel kürzlich von 41 auf 48 Euro an und verweist auf stabile Investitionstrends.
- UBS bestätigte das Ziel von 44 Euro, welches durch den heutigen Anstieg bereits übertroffen wurde.
Charttechnischer Durchbruch
Der heutige Handelstag markiert für Infineon einen wichtigen charttechnischen Meilenstein. Mit dem Anstieg auf 45,17 Euro erreichte die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch. Der deutliche Abstand zum gestrigen Schlusskurs von 42,32 Euro unterstreicht die Dynamik der Bewegung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?
Auch im längerfristigen Bild zeigt sich der Aufwärtstrend: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 18,05 Prozent. Der Kurs notiert nun weit über dem 200-Tage-Durchschnitt von 35,68 Euro, was die mittelfristig positive Tendenz bestätigt.
Spannung vor dem 4. Februar
Während die heutige Euphorie importiert ist, müssen am kommenden Mittwoch, den 4. Februar 2026, die eigenen Bücher überzeugen. Dann legt Infineon die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vor. Marktbeobachter rechnen mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,33 und 0,38 Euro.
Mit dem Erreichen des neuen Jahreshochs sind die Erwartungen gestiegen. Sollte das Management die Prognosen für 2026 bestätigen und einen positiven Ausblick geben, könnte sich das aktuelle Niveau als tragfähig erweisen. Enttäuscht der Konzern jedoch, droht nach dem schnellen Anstieg eine ebenso rasche Korrektur.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
