Zum sechsten Mal in Folge führt Infineon das globale Automotive-Halbleiter-Ranking an. Zeitgleich sendet ASMLs Quartalsbericht positive Signale für die gesamte Chipbranche. Das klingt nach einem sorgenfreien Frühling — wäre da nicht ein Angriff aus Japan, der sich konkret formiert.
ASML gibt den Takt vor
ASML meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro und hob die Jahresprognose an. Der Chipausrüster peilt nun 36 bis 40 Milliarden Euro an — zuvor waren es 34 bis 39 Milliarden Euro. ASML-Chef Christophe Fouquet begründete das mit beschleunigten Kapazitätsausbauplänen seiner Kunden für KI-Infrastruktur.
Für Infineon ist das relevant. Der Konzern profitiert direkt vom Hardware-Bedarf für KI-Rechenzentren. ASMLs Optimismus gilt als verlässlicher Stimmungsindikator für die gesamte Branche.
Automotive bleibt Kernstärke
Die TechInsights-Analyse vom 13. April bestätigt: Infineon hält im globalen Automotive-Halbleitermarkt einen Gesamtanteil von 12,8 Prozent. Bei automobilen Mikrocontrollern kletterte der Anteil auf 36,0 Prozent — ein Plus von 3,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Diese Chips sind Schlüsseltechnologie für softwaredefinierte Fahrzeuge.
Regional führt Infineon in China, Europa und Südkorea. In Nordamerika und Japan belegt der Konzern Rang zwei, konnte den Rückstand aber verkleinern.
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Japanische Allianz als Gegengewicht
Kein Wunder, dass die Konkurrenz reagiert. Ende März unterzeichneten Rohm, Toshiba und Mitsubishi Electric eine Absichtserklärung zur möglichen Fusion ihrer Leistungshalbleiter-Sparten. Das erklärte Ziel: Infineon im strategisch wichtigen Siliziumkarbid-Markt direkt anzugreifen.
Die Aktie zeigt sich davon bislang unbeeindruckt. Mit rund 45,91 Euro liegt sie rund 23 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt und hat in den vergangenen zwölf Monaten gut 72 Prozent zugelegt.
Q2-Zahlen als nächster Prüfstein
Seit dem 6. April läuft die Quiet Period vor der Q2-Bilanz. Am 6. Mai 2026 legt Infineon die Zahlen vor. Dann zeigt sich, ob das Rechenzentrums-Geschäft auf Kurs zu den angepeilten 1,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr liegt — und ob der frühere Fabrikstart in Dresden bereits erste Kapazitätseffekte bringt. Die Investitionen für 2026 hat der Konzern auf rund 2,7 Milliarden Euro angehoben, ein wesentlicher Teil davon fließt in das neue Dresdner Werk.
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