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Infineon Aktie: Analysten-Lob verpufft

Die Infineon-Aktie verliert trotz positiver Analystenstimme weiter an Boden. Geopolitische Spannungen und Rohstoffengpässe belasten den gesamten Halbleitersektor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs fällt trotz frischer Kaufempfehlung von JPMorgan
  • Geopolitische Risiken und Rohstoffängste drücken Sektor
  • Aktie verliert über 21 Prozent im Monatsvergleich
  • Technisch kritische 200-Tage-Linie wurde unterschritten

Trotz einer frischen Kaufempfehlung der US-Bank JPMorgan zieht sich die Schlinge um den europäischen Halbleitersektor weiter zu. Geopolitische Eskalationen und drohende Engpässe bei kritischen Rohstoffen zwingen Anleger derzeit zum Rückzug. Diese Mischung aus globalen Unsicherheiten schlägt nun voll auf die Papiere des Chipkonzerns durch.

Geopolitik und Rohstoffmangel belasten

Verantwortlich für die aktuelle Schwäche ist ein Bündel an externen Belastungsfaktoren. Der anhaltende Iran-Krieg treibt die Ölpreise über die Marke von 109 US-Dollar und dämpft die weltweite Risikobereitschaft spürbar. Parallel dazu schürt eine neue Handelsuntersuchung Chinas gegen die USA Ängste vor einer weiteren Eskalation im Technologie-Sektor. Als wäre das makroökonomische Umfeld nicht schon herausfordernd genug, belasten Berichte über eine drohende Verknappung von Helium – einem unverzichtbaren Gas für die Wafer-Fertigung – die gesamte Branche schwer. Konkurrenten wie STMicroelectronics und ASML mussten infolgedessen ebenfalls Federn lassen.

Diskrepanz zwischen Kurs und Kursziel

Diese geballte Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Handel wider. Nach einem Tagesverlust von 4,25 Prozent rutschte der Titel am Freitag auf 37,05 Euro ab. Damit summiert sich der Abschlag der vergangenen 30 Tage auf empfindliche 21,22 Prozent. Bemerkenswert ist dabei der Kontrast zur fundamentalen Einschätzung einiger Marktbeobachter. JPMorgan bestätigte erst am Donnerstag die Einstufung „Overweight“ und sieht das faire Niveau weiterhin bei 48 Euro. Die US-Analysten gewichten die langfristigen Perspektiven offenbar höher als die kurzfristigen Lieferkettenrisiken.

Charttechnisch ist nun eine entscheidende Schwelle erreicht. Mit dem jüngsten Schlusskurs ist der Wert knapp unter die viel beachtete 200-Tage-Linie bei 37,18 Euro gefallen. Eine zügige Rückeroberung dieses gleitenden Durchschnitts in der neuen Handelswoche ist die technische Grundvoraussetzung, um eine Ausweitung der Korrektur zu verhindern.

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Diskussion zu Infineon

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.