Trotz einer frischen Kaufempfehlung der US-Bank JPMorgan zieht sich die Schlinge um den europäischen Halbleitersektor weiter zu. Geopolitische Eskalationen und drohende Engpässe bei kritischen Rohstoffen zwingen Anleger derzeit zum Rückzug. Diese Mischung aus globalen Unsicherheiten schlägt nun voll auf die Papiere des Chipkonzerns durch.
Geopolitik und Rohstoffmangel belasten
Verantwortlich für die aktuelle Schwäche ist ein Bündel an externen Belastungsfaktoren. Der anhaltende Iran-Krieg treibt die Ölpreise über die Marke von 109 US-Dollar und dämpft die weltweite Risikobereitschaft spürbar. Parallel dazu schürt eine neue Handelsuntersuchung Chinas gegen die USA Ängste vor einer weiteren Eskalation im Technologie-Sektor. Als wäre das makroökonomische Umfeld nicht schon herausfordernd genug, belasten Berichte über eine drohende Verknappung von Helium – einem unverzichtbaren Gas für die Wafer-Fertigung – die gesamte Branche schwer. Konkurrenten wie STMicroelectronics und ASML mussten infolgedessen ebenfalls Federn lassen.
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Diskrepanz zwischen Kurs und Kursziel
Diese geballte Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Handel wider. Nach einem Tagesverlust von 4,25 Prozent rutschte der Titel am Freitag auf 37,05 Euro ab. Damit summiert sich der Abschlag der vergangenen 30 Tage auf empfindliche 21,22 Prozent. Bemerkenswert ist dabei der Kontrast zur fundamentalen Einschätzung einiger Marktbeobachter. JPMorgan bestätigte erst am Donnerstag die Einstufung „Overweight“ und sieht das faire Niveau weiterhin bei 48 Euro. Die US-Analysten gewichten die langfristigen Perspektiven offenbar höher als die kurzfristigen Lieferkettenrisiken.
Charttechnisch ist nun eine entscheidende Schwelle erreicht. Mit dem jüngsten Schlusskurs ist der Wert knapp unter die viel beachtete 200-Tage-Linie bei 37,18 Euro gefallen. Eine zügige Rückeroberung dieses gleitenden Durchschnitts in der neuen Handelswoche ist die technische Grundvoraussetzung, um eine Ausweitung der Korrektur zu verhindern.
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