Infineon markiert heute bei 47,68 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch – und das nicht ohne Grund. Der Halbleiterkonzern aus Neubiberg setzt nach starken Q1-Zahlen nun mit einem 200-Millionen-Euro-Aktienrückkauf und einer dichten Investorenkonferenz-Serie weitere Akzente. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen seine Investitionen für das KI-Geschäft massiv.
Aktienrückkauf signalisiert Zuversicht
Am 23. Februar startete Infineon ein Rückkaufprogramm über bis zu 4 Millionen eigene Aktien für maximal 200 Millionen Euro. Das Volumen fällt deutlich größer aus als beim vorherigen Programm im Herbst 2025, das lediglich 37 Millionen Euro umfasste. Die zurückgekauften Aktien dienen der Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen – ein Zeichen für den gestiegenen Bedarf angesichts der Wachstumspläne.
Das Programm läuft über Xetra bis spätestens 27. März 2026 und wird durch ein unabhängiges Kreditinstitut abgewickelt. Vorstand und Aufsichtsrat hatten den Beschluss bereits Ende Januar gefasst.
Starke Zahlen als Basis
Die Grundlage für die aktuelle Dynamik lieferten die Anfang Februar vorgelegten Q1-Zahlen. Infineon steigerte den Umsatz um 7 Prozent auf 3,66 Milliarden Euro, die bereinigte Bruttomarge lag bei soliden 43,0 Prozent. Das Segmentergebnis erreichte 655 Millionen Euro bei einer Marge von 17,9 Prozent.
Besonders bemerkenswert: Das Unternehmen hob seine geplanten Investitionen für das laufende Geschäftsjahr von 2,2 auf 2,7 Milliarden Euro an. Ein erheblicher Teil fließt in den beschleunigten Hochlauf der Smart Power Fab in Dresden, die im Sommer eröffnet werden soll. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Infineon im Bereich KI-Rechenzentrums-Stromversorgung einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro – nach etwa 1,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr.
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Dichte Investoren-Agenda
Heute präsentiert sich Infineon auf der SIG Technology Conference in New York. Es folgen in den kommenden zwei Wochen weitere hochkarätige Konferenzen: Morgan Stanley TMT Conference in San Francisco, Oddo BHF TMT Forum, BNP Paribas Exane TMT Conference in London sowie die Citi TMT Conference. Die Serie unterstreicht das Bemühen des Managements, die strategische Ausrichtung auf KI-Lösungen prominent zu kommunizieren.
Die Investoren scheinen die Botschaft zu verstehen: Seit Jahresanfang hat die Aktie bereits 24,5 Prozent zugelegt und liegt damit 30 Prozent über dem Stand von vor zwölf Monaten. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 36,67 Euro wurde deutlich hinter sich gelassen.
Mit den nächsten Quartalszahlen am 6. Mai dürfte vor allem der Fortschritt beim KI-Geschäft und der Dresden-Fabrik im Fokus stehen. Bis dahin wird der laufende Aktienrückkauf für zusätzliche Nachfrage sorgen.
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