Infineon springt zurück – doch die charttechnische Lage bleibt explosiv. Nach dem Freitagseinbruch um fast fünf Prozent legt der DAX-Halbleiter am Montag kräftig zu. Mit einem Plus von 3,9 Prozent auf 77,40 Euro zeigt die Aktie relative Stärke. Doch die Volatilität bleibt extrem: 73 Prozent annualisiert.
Das historische Allzeithoch von 2000 ist geknackt. Am 2. Juni 2026 schloss Infineon bei 84,89 Euro – erstmals über dem Rekord von 82,75 Euro aus dem Jahr 2000. Doch der Jubel währte nur kurz. Drei Tage später stürzte die Aktie auf 74,51 Euro ab. Jetzt kämpft sie um die Rückkehr in die Erfolgsspur.
Gleitende Durchschnitte: Puffer bleibt intakt
Die Korrektur hat den Primäraufwärtstrend nicht gebrochen. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 58,79 Euro – der aktuelle Kurs notiert 31,7 Prozent darüber. Noch deutlicher ist der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: 80,5 Prozent. Diese Distanz zeigt, wie weit sich die Aktie von ihrer langfristigen Trendlinie entfernt hat.
Der RSI (14 Tage) steht bei 58,4. Nach der Überhitzung vor einer Woche ist der Indikator in den neutralen Bereich zurückgekehrt. Das schafft Spielraum für eine weitere Erholung – ohne sofort wieder in überkaufte Zonen vorzustoßen.
Widerstände bei 82 Euro
Die nächste Hürde ist klar: die Zone zwischen 82 und 89,67 Euro. Das 52-Wochen-Hoch bei 89,67 Euro markiert die entscheidende Marke. Gelingt der Sprung darüber, wäre das ein starkes Signal. Scheitert die Aktie jedoch unter 80 Euro, droht eine Korrektur bis zur 70-Euro-Marke.
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Nach unten stützt zunächst der Freitagsschlusskurs bei 74,51 Euro. Darunter wird die 70-Euro-Marke zur psychologischen Schwelle. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 58,79 Euro wäre die nächste technische Auffanglinie.
Volatilität bleibt das Risiko
Die Rally seit Jahresbeginn ist beeindruckend: plus 102 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht sogar 112,6 Prozent. Doch die Dimension macht nervös. Das 52-Wochen-Tief bei 31,34 Euro liegt 147 Prozent unter dem aktuellen Niveau. So viel Optimismus ist bereits eingepreist – und so viel Luft nach unten bleibt.
Die PCIM Europe in Nürnberg könnte neue Impulse liefern. Vom 9. bis 11. Juni präsentiert Infineon auf der „AI & Data Centers Stage“ seine KI-Strategie. Die Messe ist die erste große Plattform nach der Rally. Analysten werden genau hinschauen.
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