Infineon nutzt Künstliche Intelligenz nicht nur für Kunden, sondern auch in der eigenen Fabrik. Das zahlt sich aus. Die Aktie notiert so hoch wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr.
Eigene Prozesse werden schneller
Kürzlich erhielt der Münchner Halbleiterkonzern den „AI Impact Award 2026“. Infineon nutzt spezielle Sprachmodelle, um Testcodes in der Fertigung zu automatisieren. Die Folge: Ingenieure sparen kurzfristig bis zu 50 Prozent ihrer Zeit. Langfristig soll der Aufwand sogar um 80 Prozent sinken. Das beschleunigt die Markteinführung neuer Chips deutlich.
Parallel dazu wächst das Geschäft mit der Künstlichen Intelligenz rasant. Der Umsatz mit Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren stieg massiv. Er sprang von 250 Millionen Euro im Jahr 2024 auf über 700 Millionen Euro im Folgejahr.
Milliardenbau und Preismacht
Um die hohe Nachfrage zu bedienen, baut das Unternehmen seine Kapazitäten aus. Im Sommer 2026 plant Infineon die Eröffnung einer neuen Fabrik in Dresden. Das Projekt kostet fünf Milliarden Euro. Etwa eine Milliarde Euro steuert der Staat bei.
Hinzu kommt eine starke Position am Markt. Laut Bernstein-Analysten kontrolliert Infineon 32 Prozent des Marktes für Auto-Mikrocontroller. Bei Leistungshalbleitern sind es 29 Prozent. Diese Marktmacht nutzt das Management aus. Zum 1. April erhöhte der Konzern die Preise für bestimmte Schalter und Chips. Das gilt rückwirkend auch für bestehende Aufträge.
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Aktie erreicht historische Höhen
Anleger honorieren diese Entwicklung. Kürzlich markierte das Papier mit 54,11 Euro ein neues Mehrjahreshoch. Aktuell konsolidiert der Kurs leicht bei 52,45 Euro. Mit einem Plus von knapp 37 Prozent seit Jahresanfang gehört Infineon zur DAX-Spitze.
Die hohe Erwartungshaltung macht die Aktie allerdings teuer. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Jahr liegt bei 39,3. Das ist fast doppelt so hoch wie der Branchenmedian. Die Investmentbank Goldman Sachs hob das Kursziel dennoch auf 53 Euro an.
Am 6. Mai präsentiert das Management die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 1,63 Euro je Aktie. Die jüngsten Preiserhöhungen vom April sind in den bisherigen Umsatzschätzungen von rund 3,8 Milliarden Euro noch nicht enthalten.
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