Mehrere US-Anwaltskanzleien erhöhen gleichzeitig den Druck auf ImmunityBio. Am 21. April 2026 veröffentlichten Faruqi & Faruqi sowie Lowey Dannenberg binnen 24 Stunden Untersuchungsankündigungen gegen den Biotech-Konzern. Der Hintergrund: eine laufende Sammelklage wegen mutmaßlicher Fehlinformationen über das Krebsmittel Anktiva.
Was die Kläger vorwerfen
Die Klage Douglas v. ImmunityBio wurde beim US-Bezirksgericht für den Central District of California eingereicht. Sie richtet sich gegen Anleger, die ImmunityBio-Aktien zwischen dem 19. Januar und dem 24. März 2026 erworben haben.
Kern des Vorwurfs: Der Executive Chairman soll die Wirksamkeit von Anktiva in einem TV-Spot und einem Podcast erheblich übertrieben haben. Die FDA stellte in einem Warnschreiben vom 13. März 2026 fest, dass diese Darstellungen gegen das US-Arzneimittelrecht verstoßen. Pikant: Bereits im September 2025 und Januar 2026 hatte die Behörde ähnliche Beanstandungen an die ImmunityBio-Tochter Altor BioScience geschickt.
Ein Kurseinbruch, der Milliarden kostete
Als das FDA-Schreiben am 24. März 2026 publik wurde, brach die Aktie um 21,2 Prozent ein — von 9,40 auf 7,41 Dollar. Damit vernichtete der Kursrückgang knapp zwei Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung an einem einzigen Tag.
Bereits zuvor hatte das Papier gelitten. Am 23. Januar 2026 meldete ImmunityBio Zwischendaten aus der QUILT-3.078-Studie bei Glioblastom-Patienten. Das primäre Studienziel — das mediane Gesamtüberleben — war noch nicht erreicht. Die Aktie verlor daraufhin 12,1 Prozent.
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Gegenmaßnahmen und starke Umsatzzahlen
ImmunityBio reagierte. Am 6. April 2026 schickte das Unternehmen eine ausführliche Stellungnahme an die FDA. Der Podcast wurde von der eigenen Website entfernt, Drittanbieter zur Löschung aufgefordert. Den TV-Spot habe man nie ausgestrahlt, so das Unternehmen. Ferner kündigte es verschärfte interne Werbeprüfungen und externe Regulierungsaufsicht an.
Das operative Geschäft läuft währenddessen gut. Im ersten Quartal 2026 erzielte ImmunityBio einen vorläufigen Produktumsatz von rund 44,2 Millionen Dollar — ein Anstieg von 168 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Liquidität zum Quartalsende lag bei etwa 380,9 Millionen Dollar.
Das Unternehmen steht damit vor einer ungewöhnlichen Konstellation: starkes Wachstum, aber wachsender Rechtsdruck. Die Frist zur Bewerbung als Hauptkläger in der Sammelklage läuft am 26. Mai 2026 ab.
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