ImmunityBio kämpft auf zwei Fronten. Das Biotechunternehmen treibt eine frühe klinische Studie für Bauchspeicheldrüsenkrebs voran — und sieht sich gleichzeitig einer Sammelklage ausgesetzt, die auf einen FDA-Konflikt zurückgeht.
Neue Wirkstoffkombination gegen Pankreaskarzinom
Die Phase-1-Studie testet eine Kombination aus drei Wirkstoffen: Nogapendekin alfa inbakicept (auch bekannt als N-803 oder ANKTIVA), Sotevtamab und Zabadinostat. Dazu kommen die Standardchemotherapeutika Gemcitabin und Nab-Paclitaxel. Das Ziel ist, Tumoren vor einer Operation zu verkleinern und danach einen Rückfall zu verhindern.
Die Studie richtet sich an Patienten mit sogenanntem borderline resezierbarem oder lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom — einer Erkrankung mit wenigen wirksamen Therapieoptionen. Derzeit läuft noch keine Patientenrekrutierung. Die Studie wurde im November 2025 erstmals registriert und zuletzt am 28. April 2026 aktualisiert. Schlüsseldaten wie der geplante Abschluss fehlen bislang.
Sammelklage nach FDA-Warnung
Parallel dazu belastet eine Sammelklage das Unternehmen. Eingereicht am 29. April 2026, richtet sie sich gegen ImmunityBio im Namen von Investoren, die zwischen dem 19. Januar und dem 24. März 2026 Aktien erworben haben.
Auslöser war ein Warnschreiben der FDA. Die Behörde kritisierte irreführende Wirksamkeitsaussagen des Vorstandsvorsitzenden zu ANKTIVA. Die Nachricht ließ den Aktienkurs am 24. März 2026 um mehr als 21 Prozent einbrechen. Dabei verschwanden fast zwei Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Investoren haben bis zum 26. Mai 2026 Zeit, sich als Hauptkläger zu registrieren.
Das Nebeneinander von früher Forschungshoffnung und laufenden Rechtsstreitigkeiten zeigt, wie fragil das Vertrauen in ImmunityBio derzeit ist. Ob die Pankreas-Studie langfristig Substanz liefert, lässt sich auf Basis einer Phase-1-Registrierung noch nicht beurteilen — dafür fehlen Rekrutierungsdaten und Zeitplan.
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