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Symbolbild, KI-generiert

ImmunityBio: Anktiva-Umsatz steigt 168 Prozent

ImmunityBio erzielt mit Krebsmittel Anktiva Rekordumsatz, kämpft aber gegen FDA-Warnung und Sammelklage. Anleger reagieren verunsichert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Anktiva-Umsatz verdreifacht im Jahresvergleich
  • FDA-Warnung zu Werbematerialien belastet
  • Sammelklage wegen Marketingpraktiken läuft
  • Neue Zulassung für Blasenkrebs-Indikation geplant

Anktiva verkauft sich so gut wie nie zuvor — und trotzdem steht ImmunityBio unter Druck. Das Biotech-Unternehmen meldet für das erste Quartal 2026 Rekorderlöse, kämpft aber gleichzeitig mit einer FDA-Verwarnung und einer laufenden Sammelklage.

Starkes Wachstum, hoher Verlust

Der Nettoprodukterlös kletterte auf 44,2 Millionen Dollar — fast das Dreifache des Vorjahresquartals und 15 Prozent mehr als im vierten Quartal 2025. Treiber war einzig Anktiva: Die Einheitenverkäufe des Blasenkrebsmittels stiegen um 168 Prozent im Jahresvergleich.

Unter dem Strich steht dennoch ein GAAP-Nettoverlust von 632,8 Millionen Dollar. Der Großteil davon entfällt auf nicht-zahlungswirksame Fair-Value-Anpassungen in Höhe von 530,9 Millionen Dollar. Bereinigt lag der Verlust bei 86,2 Millionen Dollar — ein Wert, der die operative Realität besser abbildet.

Die Liquiditätslage hat sich verbessert: Ende März hielt das Unternehmen 380,9 Millionen Dollar in Barmitteln und marktgängigen Wertpapieren, nach 242,8 Millionen Dollar zum Jahresende 2025.

Pipeline und Regulierung

In der klinischen Entwicklung kommt ImmunityBio voran. Die pivotale Phase-2-Studie für BCG-naive nicht-muskelinvasive Blasenkrebspatienten (NMIBC) ist vollständig eingeschlossen. Für 2026 plant das Unternehmen die Einreichung eines ergänzenden Biologics License Application (sBLA) für diese Indikation. Anktiva ist bereits in fünf Jurisdiktionen zugelassen, die rund 34 Länder abdecken. Ferner hat das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) seine Leitlinien aktualisiert und die Kombination aus Anktiva und BCG für bestimmte NMIBC-Patientengruppen mit einer Kategorie-2A-Empfehlung versehen.

Regulatorischer Gegenwind

Kein Wunder, dass Anleger nach den Zahlen nervös reagierten. Die FDA hatte im Frühjahr einen Warning Letter wegen früherer Werbematerialien für Anktiva ausgestellt. Das Management spricht von Korrekturmaßnahmen — konkrete Details blieb es schuldig. Hinzu kommt eine securities class action, die sich ebenfalls um vergangene Vermarktungsaktivitäten dreht. Die Frist für potenzielle Hauptkläger läuft Ende Mai 2026 ab.

Das Umsatzwachstum ist real und beeindruckend. Ob die regulatorischen Baustellen den Expansionskurs bremsen, wird sich spätestens mit dem sBLA-Einreichungstermin und dem Ausgang der Klage zeigen — beides noch in diesem Jahr.

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