ImmunityBio steckt weiter in einer zähen technischen Phase. Zwar gelingt der Aktie kurzfristig immer wieder eine Erholung, doch die größeren Trendstrukturen bleiben angeschlagen. Entscheidend ist nun, ob der Kurs die nächste Widerstandszone überwindet – oder ob die jüngste Aufwärtsbewegung erneut verpufft.
Eingeklemmt zwischen Support und Widerstand
Nach der jüngsten Stabilisierung bewegt sich die Aktie in einer Konsolidierungsspanne. Der Kurs hat sich vom Bereich um 2,00 US‑Dollar nach oben gelöst, liegt mit aktuell 2,20 US‑Dollar aber weiter deutlich unter früheren Hochs. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Plus im mittleren Zehn-Prozent-Bereich, im Zwölfmonatsvergleich steht dennoch ein zweistelliges Minus – ein Hinweis auf den übergeordneten Druck.
Charttechnisch hängt die Aktie zwischen klar definierten Marken fest. Auf der Unterseite gelten Unterstützungen bei 1,91 und 1,79 US‑Dollar als zentrale Haltezonen. Auf der Oberseite rückt kurzfristig vor allem der Bereich um 2,28 US‑Dollar in den Fokus. Erst ein stabiler Ausbruch darüber würde ein frisches Kaufsignal liefern und den Weg in Richtung der nächsten Hürde bei 2,39 US‑Dollar freimachen.
Technische Signale: Vorsicht überwiegt
Die Mehrzahl der Indikatoren spricht trotz der jüngsten Erholung eine warnende Sprache. Im mittleren Zeithorizont dominiert ein belastender Trend: Der 20‑Tage‑Durchschnitt verläuft unter dem 60‑Tage‑Durchschnitt, was technisch als Hinweis auf einen anhaltenden Abwärtstrend gilt.
Kurzfristig zeigen sich dagegen erste positive Akzente. Der Kurs notiert über dem 5‑Tage‑Durchschnitt, was eine Gegenbewegung signalisiert. Diese Erholung wird zusätzlich durch den Blick auf gleitende Durchschnitte und Indikatoren untermauert:
- Der Kurs liegt spürbar über dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 1,92 US‑Dollar.
- Gegenüber dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 2,15 US‑Dollar ergibt sich nur ein kleiner Aufschlag.
- Der RSI um 48 deutet weder auf Überkauf noch auf Überverkauf hin.
- Die hohe annualisierte 30‑Tage‑Volatilität von über 80 % zeigt, wie nervös der Handel weiterhin verläuft.
Unterm Strich ergibt sich damit ein gemischtes, eher vorsichtiges Bild: Kurzfristige Erholungstendenzen stehen einem unverändert schwachen mittelfristigen Trend gegenüber. Viele technisch orientierte Marktteilnehmer warten daher auf einen klaren Bruch der Marke von 2,28 US‑Dollar, bevor sie von einer bestätigten Trendwende sprechen.
Hintergrund: Kapitalpläne drücken auf die Stimmung
Die aktuelle Seitwärts- und Schwächephase steht auch im Kontext jüngster Kapitalmarktmaßnahmen. Ende Dezember 2025 hat ImmunityBio eine Änderung zu einer möglichen Ausgabe zusätzlicher Aktien eingereicht. Solche Schritte wecken häufig Sorgen vor Verwässerung, weil bestehende Anteile rechnerisch weniger wert sein können, wenn neue Aktien hinzukommen.
Diese Unsicherheit trifft auf eine Aktie, die ohnehin deutlich von ihrem 52‑Wochen‑Hoch entfernt ist. Bezogen auf das Hoch bei 3,75 US‑Dollar beträgt der Abstand aktuell über 40 %. Gleichzeitig hat sich der Kurs vom 52‑Wochen‑Tief bei 1,67 US‑Dollar klar nach oben abgesetzt – der Abstand nach oben liegt hier bei gut 30 %. Die Erholung vom Tief zeigt also Stabilisierung, reicht aber bislang nicht aus, um den übergeordneten Abwärtstrend zu drehen.
Fazit: Schlüsselmarken im Blick
Für die nächsten Wochen lassen sich die Szenarien sauber an wenigen Marken festmachen. Ein nachhaltiger Ausbruch über 2,28 US‑Dollar wäre ein erster technischer Befreiungsschlag und könnte Anschlusskäufe in Richtung 2,39 US‑Dollar auslösen. Prallt der Kurs dagegen erneut nach unten ab und fallen die Unterstützungen bei 1,91 und 1,79 US‑Dollar, würde dies frische Verkaufssignale erzeugen und die Tür in Richtung der Jahrestiefs wieder öffnen. Die ImmunityBio‑Aktie bleibt damit ein Titel, bei dem klare Chartmarken den Takt vorgeben.
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