Die ImmunityBio-Aktie legt nach neuen Studiendaten und starken vorläufigen Umsatzzahlen deutlich zu. Vor allem positive Ergebnisse aus einer Lymphom-Studie und Fortschritte im Blasenkrebsprogramm verändern derzeit die Erwartungen an das Unternehmen. Wie belastbar ist dieser Aufschwung?
Deutlicher Kurssprung nach QUILT‑106
Auslöser der jüngsten Rally waren aktualisierte Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus der QUILT‑106-Studie. Die Aktie sprang am Freitag um 39,8 % nach oben, im nachbörslichen Handel kamen weitere 9,4 % hinzu. In den vergangenen sechs Monaten summiert sich das Plus damit auf 106 %.
In QUILT‑106 untersucht ImmunityBio eine „off-the-shelf“ allogene CD19 CAR‑NK-Zelltherapie bei Patienten mit Waldenström-Non-Hodgkin-Lymphom, einer seltenen B‑Zell-Erkrankung. Die neuen Daten zeigen dauerhafte komplette Remissionen. Wichtig aus klinischer Sicht: Das Konzept zielt auf eine langfristige Krankheitskontrolle ohne Chemotherapie oder Lymphodepletion ab, was die Behandlung für Patienten potenziell deutlich schonender macht.
Diese Kombination aus Wirksamkeitssignalen und einem vergleichsweise patientenfreundlichen Ansatz sorgt für die aktuelle Neubewertung am Markt.
Anktiva treibt Pipeline und Umsätze
Parallel zur Lymphom-Studie meldete ImmunityBio Fortschritte im Blasenkrebsprogramm rund um Anktiva. Im BCG-naiven, nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs (NMIBC) liegt die Rekrutierung für die registrierungsrelevante QUILT‑2.005-Studie über den internen Planungen. Die vollständige Aufnahme der Patienten wird nun bis zum zweiten Quartal 2026 erwartet.
Damit bleibt das Unternehmen auf Kurs, bis Ende 2026 einen Zulassungsantrag (Biologics License Application, BLA) für das NMIBC-Programm bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einzureichen. Diese Perspektive stützt die Fantasie weiterer Indikationserweiterungen für Anktiva.
Auch operativ schlägt sich das bereits im Markt befindliche Produkt nieder: Für 2025 meldet ImmunityBio vorläufige Nettoumsätze aus Produktverkäufen von rund 113 Millionen US‑Dollar – ein Anstieg um etwa 700 % gegenüber dem Vorjahr, maßgeblich getrieben durch Anktiva.
Wichtige Kennzahlen im Überblick
Die aktuelle Bewertung basiert auf mehreren klar benennbaren Eckpunkten:
- Umsatzdynamik: Vorläufige Nettoproduktumsätze 2025 von rund 113 Mio. US‑Dollar, etwa +700 % gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen durch Anktiva-Verkäufe.
- Blasenkrebs-Studie: Die Rekrutierung der registrierungsrelevanten QUILT‑2.005-Studie bei BCG-naivem NMIBC hat mehr als 85 % erreicht.
- Lymphom-Daten: QUILT‑106 zeigt dauerhafte komplette Remissionen bei Waldenström-Non-Hodgkin-Lymphom und ist der zentrale Treiber des jüngsten Kurssprungs.
- Regulatorische Ziele: Einreichung eines BLA-Antrags für das NMIBC-Programm bei der FDA ist bis Ende 2026 geplant.
Marktreaktion und Einordnung
Die Marktreaktion fällt entsprechend deutlich aus: Das Handelsvolumen liegt klar über dem üblichen Niveau. Die Kombination aus überzeugenden Signalen in der Lymphom-Studie, schneller Rekrutierung im Blasenkrebsprogramm und stark wachsendem Anktiva-Umsatz ergibt derzeit ein geschlossenes positives Bild.
Für die weitere Kursentwicklung bleiben vor allem drei Punkte entscheidend: die Bestätigung der Langzeitwirksamkeit in QUILT‑106, der planmäßige Abschluss der Rekrutierung in QUILT‑2.005 bis zum zweiten Quartal 2026 und die termingerechte BLA-Einreichung Ende 2026. Wie diese Meilensteine erreicht werden, dürfte maßgeblich bestimmen, ob die aktuelle Neubewertung Bestand hat.
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