ImmunityBio liefert plötzlich Zahlen, die selbst für Biotech-Verhältnisse auffallen. Der Umsatz mit dem Immuntherapeutikum Anktiva sprang 2025 kräftig an – und parallel meldete das Unternehmen neue Zulassungen, die den potenziellen Markt deutlich verbreitern. Genau diese Mischung aus Wachstum und regulatorischem Rückenwind trieb die Aktie an zwei Tagen in Folge um insgesamt mehr als 30% nach oben.
Anktiva treibt Umsatz – Kosten steigen mit
Für 2025 weist ImmunityBio laut eigener Mitteilung rund 113 Mio. US-Dollar Nettoproduktumsatz mit Anktiva aus. Das entspricht einem Wachstum von etwa 700% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Stückzahlen zogen stark an: Rund 3.745 Einheiten bedeuten ein Plus von etwa 750%.
Im vierten Quartal kamen 38,3 Mio. US-Dollar Nettoproduktumsatz zusammen. Das waren 431% mehr als im Vorjahresquartal und zugleich 20% mehr als im dritten Quartal.
Auf der Kostenseite stiegen die F&E-Ausgaben im vierten Quartal auf 63,9 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 35,2 Mio.). Treiber waren unter anderem eine einmalige Abschreibung von Sachanlagen über 14,0 Mio. US-Dollar sowie höhere Aufwendungen für Produktion und klinische Aktivitäten. Die Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten (SG&A) sanken dagegen auf 38,7 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 41,7 Mio.). Zum Jahresende 2025 verfügte ImmunityBio über 242,8 Mio. US-Dollar an Cash, Cash-Äquivalenten und marktfähigen Wertpapieren.
Der Verlust je Aktie blieb im vierten Quartal mit -0,06 US-Dollar zwar negativ, verbesserte sich aber laut Berichterstattung im Vergleich zum Vorquartal bereits zum dritten Mal in Folge.
Rally mit ungewöhnlich hohem Volumen
Nach Veröffentlichung der Zahlen schloss die Aktie am Montag bei 9,83 US-Dollar und legte damit 12,99% zu. Am Dienstag beschleunigte sich die Bewegung: Der Schlusskurs stieg auf 11,55 US-Dollar (+17,5%).
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Auffällig war dabei das Handelsvolumen. Am Montag wechselten 86,4 Mio. Aktien den Besitzer, am Dienstag 82,3 Mio. – deutlich mehr als der von MarketBeat genannte 3-Monats-Schnitt von rund 31 Mio. Aktien pro Tag. Heute eröffnete der Titel laut MarketBeat bei 11,55 US-Dollar. Zum Vergleich: Ins Jahr 2026 war die Aktie laut historischen Daten bei etwa 2,02 US-Dollar gestartet und hat sich damit seit Jahresbeginn grob verfünffacht.
Zulassungen in 33 Ländern – und Partnerschaften für Europa und MENA
Neben den Finanzzahlen nannte das Unternehmen als wichtigen Punkt die erweiterte regulatorische Präsenz: Anktiva ist nun in 33 Ländern autorisiert. Genannt wurden vier zentrale Jurisdiktionen: die USA (FDA-Zulassung, April 2024), das Vereinigte Königreich (MHRA, Juli 2025), Saudi-Arabien (beschleunigte Zulassungen für Blasenkrebs sowie metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, Januar 2026) und die EU (bedingte Zulassung der EU-Kommission für 27 Mitgliedstaaten plus Island, Norwegen und Liechtenstein, Februar 2026). Laut Unternehmensmitteilung ist Saudi-Arabien damit die erste Jurisdiktion, die Anktiva über die Blasenkrebs-Indikation hinaus zulässt.
Für den internationalen Rollout meldete ImmunityBio außerdem kommerzielle Partnerschaften. In Europa arbeitet das Unternehmen laut Ergebnisbericht mit Accord Healthcare zusammen, um über 100 Vertriebs-, Medical- und Marketingkräfte in 30 Ländern einzusetzen. Zusätzlich wurde eine Tochtergesellschaft in Dublin gegründet. In Saudi-Arabien kooperiert ImmunityBio mit BioPharma & Cigalah, um den Zugang in der MENA-Region auszubauen.
Auf Analystenseite hob H.C. Wainwright laut Investing.com das Kursziel am Montag von 10 auf 15 US-Dollar an. Als Begründung wurden der Anktiva-Umsatz von 113 Mio. US-Dollar sowie die EU-Zulassung genannt, die den Zugang auf 33 Länder erweitert.
Im Ausblick peilt ImmunityBio laut eigener Angaben bis zum vierten Quartal 2026 die Einreichung einer Biologics-License-Application für eine randomisierte Studie bei BCG-naiven Patienten an. Zudem verfolgt das Unternehmen Erweiterungen der Zulassung für Lungenkrebs und Lymphopenie und plant für 2026 Gespräche mit der FDA zu einem möglichen beschleunigten Zulassungspfad. Parallel laufen Studienprogramme unter anderem in Glioblastom, Sepsis, Non-Hodgkin-Lymphom und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
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