ImmunityBio schiebt seine klinische Pipeline weiter an – und setzt dabei auf einen Ansatz, der in der Zelltherapie viel Aufmerksamkeit bekommt: weniger „Vorbehandlung“, weniger Belastung für Patienten. Seit Montag läuft eine neue Phase-2-Studie, die eine immuntherapeutische Kombination ohne Chemotherapie testen soll. Entscheidend wird sein, ob die frühen Signale aus Phase 1 in einer größeren Patientengruppe standhalten.
Neue Phase-2-Studie ohne Chemotherapie
Am 2. Februar startete ImmunityBio die Phase-2-Studie ResQ215B. Im Mittelpunkt steht eine Kombination, die ohne Standard-Chemotherapie und ohne Lymphodepletion auskommen soll – also ohne jene vorbereitenden Maßnahmen, die bei Zelltherapien oft genutzt werden, aber auch mit erheblichen Toxizitätsrisiken verbunden sein können.
Das Regime kombiniert drei Bausteine:
– eine „off-the-shelf“ CD19-gerichtete CAR-NK-Zelltherapie (CD19 t-haNK)
– den IL-15-Superagonisten ANKTIVA (nogapendekin-alfa inbakicept)
– Rituximab
Zielgruppe sind Patienten mit indolentem B‑Zell Non‑Hodgkin Lymphom (iNHL), darunter auch Waldenström-Makroglobulinämie.
Warum das Unternehmen jetzt hochstuft
Der Schritt in Phase 2 stützt sich laut Unternehmen auf Daten aus der Phase-1-Studie QUILT-106 (NCT06334991). Dort wurden initiale Ergebnisse aus einer sehr kleinen Kohorte von vier Waldenström-Patienten berichtet: Mit CD19 CAR-NK und Rituximab habe es eine Krankheitskontrollrate von 100% gegeben.
Bemerkenswert: In dieser Gruppe erreichten zwei Patienten eine anhaltende komplette Remission von 7 beziehungsweise 15 Monaten. Die neue ResQ215B-Studie soll nun zeigen, ob das zusätzliche ANKTIVA die Resultate in einer größeren Population weiter verbessern kann – und zwar weiterhin ohne „toxische Konditionierung“.
Eine zentrale Frage dabei: Kann ein chemo-freies Setup die Balance aus Wirksamkeit und Verträglichkeit so verschieben, dass es klinisch wirklich attraktiv wird?
Marktumfeld: Aufmerksamkeit trifft Volatilität
Die Aktie ist zuletzt stark gelaufen: Auf Basis der bereitgestellten Daten liegt sie in den vergangenen 30 Tagen rund 195% im Plus – bei einer entsprechend hohen Schwankungsintensität (30‑Tage-Volatilität annualisiert: 161%). Das unterstreicht, wie sensitiv der Markt auf Pipeline-News und regulatorische Updates reagiert.
Zusätzlich bleibt ANKTIVA auch abseits der neuen Lymphom-Studie ein Stimmungstreiber: Ende Januar hatte das Unternehmen Updates zum FDA-Resubmission-Pfad für ANKTIVA bei Blasenkrebs gegeben. Außerdem meldete ImmunityBio im Januar eine vorläufige Netto-Produktumsatz-Zahl von 113 Mio. USD für 2025, deutlich höher als im Vorjahr.
Unterm Strich setzt ImmunityBio nun sichtbar auf die klinische Umsetzung: Der Start von ResQ215B liefert einen klaren Zeitstempel – und macht die kommenden Studiendaten zum nächsten harten Prüfstein für die Story rund um CAR‑NK und ANKTIVA.
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