ImmunityBio schiebt seine Krebs-Pipeline weiter an – und setzt dabei auf einen Ansatz, der Patienten eine belastende Standardprozedur ersparen soll. Im Kern geht es um eine neue Phase-2-Studie bei indolentem B‑Zell‑Non‑Hodgkin‑Lymphom, die ohne Chemotherapie auskommen will. Genau das macht die Meldung für Anleger interessant: Hier trifft klinischer Fortschritt auf ein Produkt, das zuletzt auch kommerziell deutlich Fahrt aufgenommen hat.
Phase 2 ohne „Vorkehr-Chemo“
Am 2. Februar hat das Unternehmen den Start der Phase‑2‑Studie ResQ215B bekanntgegeben. Untersucht wird eine Kombination aus einer „off‑the‑shelf“ CD19‑gerichteten NK‑Zelltherapie (Natural Killer Cells), dem bereits zugelassenen Medikament ANKTIVA und dem Antikörper Rituximab.
Der entscheidende Punkt: Das Behandlungsregime soll ohne lymphodepletierende Chemotherapie auskommen. Genau diese „Vorkehr‑Chemo“ ist bei klassischen CAR‑T‑Zelltherapien häufig Bestandteil des Ablaufs. ImmunityBio positioniert den Studienansatz damit als potenziell schonenderes Schema.
Die Phase‑2‑Studie baut dabei auf Daten aus einer früheren Phase‑1‑Untersuchung auf: In einer Patientengruppe mit Waldenström‑Makroglobulinämie (eine Unterform von iNHL) führte ein ähnliches Regime – damals ohne ANKTIVA – bei allen behandelten Patienten zu einer Krankheitskontrolle.
Wichtige Fakten zur Studie (ResQ215B):
– Indikation: indolentes B‑Zell‑Non‑Hodgkin‑Lymphom (iNHL)
– Ansatz: NK‑Zellen (CD19‑Target) + ANKTIVA + Rituximab
– Besonderheit: ohne lymphodepletierende Chemotherapie
– Start: diese Woche gemeldet (02. Februar)
ANKTIVA sorgt für Rückenwind
Parallel zur klinischen Nachricht verweist ImmunityBio auf starkes kommerzielles Momentum beim Kernprodukt ANKTIVA. Für 2025 meldete das Unternehmen vorläufige Netto-Produktumsätze von rund 113,0 Mio. US‑Dollar, was einem Plus von etwa 700% gegenüber dem Vorjahr entsprechen soll. Im 4. Quartal 2025 lagen die vorläufigen Netto-Produktumsätze bei rund 38,3 Mio. US‑Dollar, etwa 20% mehr als im Quartal davor.
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Auch die Liquidität wurde beziffert: Cash, Cash-Äquivalente und marktfähige Wertpapiere lagen Ende 2025 laut Schätzung bei 242,8 Mio. US‑Dollar.
An der Börse spiegelt sich die zuletzt hohe Erwartungshaltung: Auf 30 Tage steht die Aktie trotz einer ruhigen Woche mit +174,77% deutlich höher, was zeigt, wie sensibel der Kurs auf Nachrichtenlage und Momentum reagiert.
Weitere Projekte und Regulierungs-News
Neben dem neuen Lymphom-Programm war auch die übrige Pipeline zuletzt in Bewegung. Im Januar gab es ein Update zu einer Phase‑2‑Studie bei rezidivierendem Glioblastom. Zudem führt ImmunityBio Gespräche mit der FDA über einen möglichen Weg zur erneuten Einreichung von ANKTIVA für BCG‑unansprechenden papillären Blasenkrebs.
Regulatorisch gab es außerdem Rückenwind außerhalb der USA: In Saudi-Arabien erhielt ANKTIVA im Januar 2026 eine Zulassung in Kombination mit BCG für bestimmte Formen von Blasenkrebs.
Unterm Strich liefert ImmunityBio diese Woche zwei Botschaften: klinisch setzt man auf eine chemo-freie Kombination in Phase 2 – und finanziell kommt der wichtigste Umsatztreiber ANKTIVA inzwischen in einer Größenordnung an, die die Pipeline-Nachrichten für den Markt noch relevanter macht.
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