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ImmunityBio Aktie: Kliniksprung

Das Biotech-Unternehmen meldet starke klinische Daten, ein Umsatzwachstum von 700 % und eine internationale Zulassung, was zu einer massiven Kursrally führte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz mit Anktiva steigt um rund 700 Prozent
  • Fortschritte in zulassungsrelevanter Blasenkrebs-Studie
  • Zulassung in Saudi-Arabien für zwei Krebsarten
  • Aktienkurs verdoppelt sich innerhalb einer Woche

ImmunityBio erlebt eine außergewöhnliche Börsenwoche – und das nicht wegen bloßer Fantasie, sondern wegen handfesten Daten aus der Onkologie-Pipeline. Innerhalb weniger Tage kamen starke klinische Updates, ein massives Umsatzwachstum und eine wichtige internationale Zulassung zusammen. Die zentrale Frage für Anleger lautet: Tragen diese Fortschritte ein nachhaltiges Fundament für die jüngste Kursrally?

Klinische Daten als Kurstreiber

Der wichtigste Impuls kam am Freitag von zwei Meldungen zu laufenden Krebsstudien.

Zum einen meldete ImmunityBio Fortschritte in der zulassungsrelevanten QUILT-2.005-Studie mit Anktiva bei nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC). Die Patientenzahl in der Studie hat inzwischen mehr als 85 % der Zielgröße erreicht und liegt damit über den ursprünglichen internen Erwartungen. Das Unternehmen rechnet nun damit, die Rekrutierung bis zum zweiten Quartal 2026 abzuschließen. Auf dieser Basis soll bis Ende 2026 ein Zulassungsantrag (Biologics License Application, BLA) bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht werden.

Bereits eine frühere, von der FDA angeforderte Zwischenanalyse hatte gezeigt, dass die Kombination aus Anktiva und BCG die Dauer des vollständigen Ansprechens statistisch signifikant verlängert – im Vergleich zu einer Behandlung mit BCG allein. Genau diese Kombination aus zügiger Rekrutierung und belastbaren Wirksamkeitsdaten steigert aus Marktsicht die Wahrscheinlichkeit, dass Anktiva eine zusätzliche Indikation im Blasenkrebs erhält.

Zum anderen legte ImmunityBio neue positive Daten zu seiner next-generation CAR-NK-Zelltherapie vor. In der laufenden QUILT‑106‑Studie bei Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom wurden anhaltende vollständige Remissionen berichtet. Besonders hervor sticht ein Patient, dessen komplettes Ansprechen auch 15 Monate nach Ende der Therapie noch anhält. In den ersten vier behandelten Patienten erreichte das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Krankheitskontrollrate von 100 % – und das mit einer chemotherapiefreien Behandlung, die ambulant verabreicht wird. Für Investoren sind solche Signale relevant, weil sie das Potenzial eines neuartigen, möglicherweise besser verträglichen Therapieansatzes untermauern.

Die Kombination dieser beiden Updates löste am Freitag deutlich erhöhtes Interesse aus: Das Handelsvolumen schnellte auf 182 Millionen Aktien nach oben und lag damit weit über dem Durchschnitt von 16 Millionen. Der Kurs schloss bei 5,52 US‑Dollar, womit die Aktie auf Wochensicht um mehr als 100 % zugelegt hat und aktuell auf Jahressicht deutlich im Plus liegt.

Nachrichtenlawine über die Woche

Dass die Meldungen vom Freitag so stark durchschlagen, liegt auch an einer Reihe positiver Nachrichten, die bereits zuvor in dieser Woche veröffentlicht wurden.

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Den Auftakt machte am Donnerstag die Vorlage vorläufiger Zahlen für das Gesamtjahr 2025. ImmunityBio bezifferte den vorläufigen Netto-Produktumsatz mit Anktiva auf rund 113 Millionen US‑Dollar. Das entspricht einem Wachstum von etwa 700 % gegenüber dem Vorjahr und lag über den Erwartungen der Analysten. Damit wird erstmals sichtbar, dass sich Anktiva auch kommerziell durchzusetzen beginnt – ein Punkt, auf den der Markt bei jungen Biotech-Unternehmen besonders achtet.

Kurz darauf folgte die nächste Bestätigung der strategischen Bedeutung von Anktiva: Die saudische Arzneimittelbehörde SFDA erteilte die Zulassung für den Einsatz des Wirkstoffs sowohl bei Blasenkrebs als auch bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Für ImmunityBio ist das ein Einstieg in einen weiteren internationalen Markt und gleichzeitig ein Signal, dass die Datenlage auch außerhalb der USA überzeugt.

Bereits früher in der Woche hatte das Unternehmen zudem positive Studiendaten für Anktiva bei NSCLC veröffentlicht. Zusammengenommen ergibt sich damit eine Woche, in der kommerzielle Traktion, regulatorische Erfolge und klinische Fortschritte ineinandergreifen – ein Umfeld, in dem Anleger bereit sind, Bewertungsaufschläge zu zahlen.

In Kürze zusammengefasst:

  • Starkes Umsatzwachstum mit Anktiva 2025 (ca. +700 % gegenüber Vorjahr)
  • Zulassung von Anktiva durch die saudische SFDA für Blasen- und Lungenkrebs
  • Positive NSCLC-Daten zu Wochenbeginn
  • Fortgeschrittene Rekrutierung der zulassungsrelevanten QUILT‑2.005‑Studie
  • Ermutigende QUILT‑106‑Daten mit anhaltenden Remissionen bei Non-Hodgkin-Lymphom
  • Deutlich erhöhtes Handelsvolumen und ein Kurs, der sich in den letzten 30 Tagen mehr als verdreifacht hat

Ausblick: Wichtige Wegmarken 2026

Für die nächsten Monate zeichnen sich mehrere konkrete Meilensteine ab. Operativ ist der Abschluss der Rekrutierung in der QUILT‑2.005‑Studie bis zum zweiten Quartal 2026 der nächste große Schritt. Gelingt dies im angekündigten Zeitrahmen, bleibt der Plan eines BLA-Antrags für Anktiva in einer zusätzlichen Indikation bis Ende 2026 realistisch.

Auf der kommerziellen Seite wird der nächste vollständige Quartalsbericht, der um den 2. März 2026 erwartet wird, entscheidend sein. Dann dürfte ImmunityBio detaillierter offenlegen, wie sich die Anktiva-Umsätze regional und indikationsbezogen entwickeln und ob das außergewöhnliche Wachstumstempo von 2025 zumindest teilweise gehalten werden kann. Analysten stufen die Aktie laut jüngsten Berichten mehrheitlich mit „Strong Buy“ oder „Moderate Buy“ ein – eine Einschätzung, die sich nun an den kommenden klinischen und finanziellen Ergebnissen messen lassen muss.

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