Ein FDA-Warnschreiben, irreführende Werbeaussagen über ANKTIVA und nun eine Klagewelle — ImmunityBio kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig. Am Montag reagierten Anleger mit Verkäufen, die den Kurs um knapp 10 % auf 6,66 US-Dollar drückten.
Sammelklagen häufen sich
Auslöser der jüngsten Kursbewegung ist eine Reihe von Wertpapier-Sammelklagen, die am 30. März 2026 von mehreren US-Kanzleien — darunter Hagens Berman und Bragar Eagel & Squire — eingereicht wurden. Die Klagen richten sich gegen Aussagen, die Executive Chairman Dr. Patrick Soon-Shiong in einem Podcast und einem TV-Spot gemacht hatte. Die FDA hatte darin irreführende Werbebehauptungen identifiziert: Demnach wurde suggeriert, ANKTIVA könne „alle Krebsarten“ behandeln — eine Aussage, die regulatorisch nicht gedeckt ist.
Seit der ersten Offenlegung des FDA-Warnschreibens hat ImmunityBio bereits rund 2 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Anleger, die zwischen dem 19. Januar und dem 24. März 2026 Aktien erworben haben, können sich bis zum 26. Mai 2026 als Hauptkläger registrieren lassen.
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Klinische Fortschritte im Schatten der Rechtsrisiken
Trotz des Gegenwinds gibt es operative Lichtblicke. Das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) hat seine klinischen Leitlinien für 2026 aktualisiert und ANKTIVA in Kombination mit BCG für bestimmte Formen des nicht-muskelinvasiven Blasenkrebses aufgenommen — eine Anerkennung, die die kommerzielle Basis des Produkts stärkt.
Allerdings hat die FDA das Unternehmen aufgefordert, innerhalb von 15 Tagen auf die beanstandeten Werbeaussagen zu reagieren und Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Ob ImmunityBio diesen regulatorischen Konflikt lösen kann, ohne die geplanten ergänzenden BLA-Einreichungen für später in 2026 zu gefährden, bleibt die entscheidende operative Frage. Der Kurs liegt trotz allem noch deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 4,25 US-Dollar — ein Niveau, das die klinischen Fortschritte des vergangenen Jahres widerspiegelt.
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