ImmunityBio sorgt mit neuen Studiendaten und einem angehobenen Kursziel wieder für Gesprächsstoff. Während der Kurs nach der jüngsten Rally etwas Luft ablässt, nimmt der Strom an Nachrichten rund um das Krebsmedikament ANKTIVA weiter zu. Entscheidend ist dabei weniger die kurzfristige Schwankung als die Frage, wie tragfähig die klinischen Signale und die finanzielle Struktur des Unternehmens sind.
Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Gestern hat HC Wainwright sein Bewertungsmodell für ImmunityBio überarbeitet. Das Kursziel wurde von 8 auf 10 US‑Dollar angehoben, die Einstufung „Buy“ bestätigt. Ausgehend vom Schlusskurs von 6,21 US‑Dollar ergibt sich damit ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von rund 60 %.
Im Marktbild ist HC Wainwright nicht allein. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt aktuell bei 11,80 US‑Dollar, die Konsensbewertung lautet „Moderate Buy“. Zuvor hatte bereits BTIG am 23. Januar sein Ziel auf 9 US‑Dollar erhöht. Die Begründung: Viele Experten sehen die Pipeline – allen voran ANKTIVA – noch nicht vollständig im aktuellen Kurs eingepreist.
Glioblastom-Studie mit auffälligen Signalen
Parallel zur positiven Analystenstimmung hat ImmunityBio neue Zwischenresultate aus einer Phase‑2‑Studie (QUILT‑3.078) vorgelegt. Untersucht wird eine Kombination aus der Immuntherapie ANKTIVA und CAR‑NK‑Zellen bei Patienten mit rezidiviertem Glioblastom, einer besonders aggressiven Form von Hirntumoren.
Die Kerndaten im Überblick:
- Überleben: Zum Stichtag 22. Januar ist die mediane Gesamtüberlebenszeit noch nicht erreicht – ein Hinweis auf anhaltenden Behandlungseffekt.
- Patientenstatus: 19 von 23 eingeschlossenen Patienten sind weiterhin am Leben.
- Dauerwirkung: Die bislang längste beobachtete Überlebenszeit in diesem Rückfall‑Setting liegt bereits über 12 Monaten.
- Sicherheit: Es wurde kein Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) beobachtet, was auf ein beherrschbares Sicherheitsprofil schließen lässt.
Für das Glioblastom gilt seit Jahren: Die therapeutischen Optionen sind begrenzt, die Prognosen schlecht. Vor diesem Hintergrund werten viele Marktteilnehmer die Daten als klinisch relevant. ImmunityBio plant darauf aufbauend randomisierte Studien sowohl in der Erst- als auch in der Zweitlinie – ein Schritt, der für eine spätere Zulassung entscheidend ist.
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Kapitalstruktur wird flexibler
Nicht nur in der Pipeline, auch auf der Finanzierungsseite bewegt sich etwas. Am 23. Januar hat ImmunityBio eine Wandelanleihe im Volumen von 505 Mio. US‑Dollar, gehalten von Nant Capital (verbunden mit Executive Chairman Dr. Patrick Soon‑Shiong), neu strukturiert.
Die wesentliche Änderung: Eine teilweise Umwandlung der Schuldverschreibung in Stammaktien ist nun bereits vor Fälligkeit möglich. Dadurch gewinnt das Unternehmen mehr Spielraum bei Bilanz und Liquiditätsplanung. Im Idealfall sinkt die künftige Cash‑Belastung durch Rückzahlung, im Gegenzug droht jedoch eine Verwässerung für bestehende Aktionäre – ein klassischer Zielkonflikt zwischen Schuldenabbau und Aktienanzahl.
Hohe Schwankungen nach FDA‑Signal
Die Aktie bleibt trotz der positiven Nachrichten ein volatiles Papier. Nach klarstellendem Feedback der US‑Gesundheitsbehörde FDA zur erneuten Einreichung von ANKTIVA bei Blasenkrebs am 20. Januar sprang der Kurs zeitweise um mehr als 17 % nach oben, bevor in den Folgetagen eine Konsolidierung einsetzte.
Aktuell notiert die Aktie mit 6,21 US‑Dollar deutlich über ihrem 52‑Wochen‑Tief von 1,67 US‑Dollar, aber rund 15 % unter dem jüngsten Hoch von 7,34 US‑Dollar. Die 30‑Tage‑Volatilität von annualisiert über 160 % und die jüngste 30‑Tage‑Performance von gut 200 % zeigen, wie stark der Titel schwankt – getrieben von Nachrichten zu ANKTIVA, Analystenreaktionen und der Diskussion um mögliche Verwässerung durch Wandelanleihen.
Im Kern stehen Anleger damit vor einer klassischen Biotech-Konstellation: Kurzfristig belasten Unsicherheit über Kapitalmaßnahmen und hohe Volatilität, mittelfristig hängt viel an der weiteren klinischen Bestätigung von ANKTIVA und der Umsetzung der geplanten Studien in Blasen- und Hirntumoren im Laufe des Jahres 2026.
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