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Symbolbild, KI-generiert

IBM Aktie: z17 und LinuxONE 5 ab 12. August

Trotz einer verhaltenen Analystenstimme präsentiert IBM neue Großrechner, ein Sicherheitsprodukt und starke KI-Buchungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neutrales Rating von Susquehanna belastet Kurs
  • Neue Mainframe-Systeme für August angekündigt
  • Lightwell-Sicherheitsdienst für Open Source gestartet
  • Quartalszahlen als nächster wichtiger Termin

Eine Analysten-Einstufung reicht diese Woche aus, um IBM einen kleinen Dämpfer zu verpassen. Dabei hatte der Konzern gleich mehrere handfeste Erfolge zu vermelden: neue Großrechner-Systeme, ein milliardenschweres Cybersecurity-Produkt und eine Software-Sparte, die weiter brummt. Am Ende blieb dennoch ein Wochenplus stehen.

Freitagsdelle nach „Neutral“-Einstufung

Am Freitag schloss die IBM-Aktie bei 252,00 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von 2,08 Prozent. Auslöser war die US-Bank Susquehanna, die ihre Coverage für IBM mit einem „Neutral“-Rating und einem Kursziel von 303 Dollar startete.

Die Analysten sehen weiterhin Rückenwind im Softwaregeschäft. Die Watsonx-KI-Plattform hat nach eigenen Angaben bereits Buchungen von über 12,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Sorgen bereitet dagegen das Beratungsgeschäft. Susquehanna warnt vor Druck durch zunehmende Automatisierung und Überkapazitäten in der Branche — ein Kontrapunkt zur starken Kursrally von 25 Prozent, die IBM im zweiten Quartal hingelegt hatte.

Neue Mainframe-Generation kommt im August

Bereits am Dienstag hatte IBM sein Hardware-Portfolio erweitert. Der Konzern stellte neue Konfigurationen für die Systeme z17 und LinuxONE 5 vor — erstmals gibt es beide Baureihen gleichzeitig sowohl als Einzelrahmen als auch im Rack-Format.

Die neuen Maschinen laufen mit dem Telum-II-Prozessor und unterstützen bis zu 82 Kerne sowie 18 Terabyte Arbeitsspeicher. Damit lassen sich KI-Berechnungen direkt in großvolumigen Transaktionen in Echtzeit ausführen. Kunden können die Systeme ab dem 12. August 2026 kaufen.

Lightwell soll offene Software absichern

Am Mittwoch zog IBM mit seiner Tochter Red Hat nach und brachte den Sicherheitsdienst Lightwell auf den Markt. Das Tool automatisiert die Behebung von Schwachstellen in Open-Source-Software.

Zwei Bausteine bilden den Kern:

  • Lightwell Network: Ein Katalog mit über 6.500 bereits geprüften und digital signierten Software-Abhängigkeiten.
  • Lightwell Clearinghouse Premier: Ein Spezialdienst für regulierte Branchen, zunächst exklusiv für Finanzinstitute, zur koordinierten Reaktion auf Bedrohungen.

Am Freitag legte IBM zudem bei seiner KI-Plattform „Bob“ nach. Neue Kostenanalyse-Tools und vorgefertigte Workflows sollen Unternehmen helfen, ihre KI-Ressourcen besser zu steuern.

Charttechnik bleibt stabil

Trotz des Freitagsrücksetzers steht am Ende der Woche ein Plus von 0,20 Prozent. Auf Monatssicht summiert sich der Anstieg auf 6,69 Prozent. Der Freitagsschluss liegt 6,32 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 237,03 Euro.

Der RSI notiert bei 56,2 — neutrales Terrain, nachdem die Aktie sich vom Rekordhoch bei 292,85 Euro Anfang Juni gelöst hat. Zum bisherigen Jahrestief von Mitte Mai liegt mittlerweile fast ein Anstieg um 39 Prozent dazwischen.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor. IBM meldet seine Zahlen zum zweiten Quartal am Mittwoch, den 22. Juli 2026, nach Börsenschluss.

Anleger werden genau hinschauen, ob die neue Hardware-Generation und Softwareprodukte wie Lightwell die Schwäche im Beratungsgeschäft ausgleichen können. Goldman Sachs bekräftigte vor dem Termin sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 335 Dollar und verweist auf IBMs Stärke im Softwarebereich sowie die Führungsposition bei Unternehmens-KI.

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