IBM bewegt sich nahe am Allzeithoch – doch ausgerechnet jetzt senkt Wall Street Zen das Rating von „Buy“ auf „Hold“. Parallel dazu ziehen sich erste institutionelle Investoren zurück. Was steckt hinter der Neubewertung, während andere Analysten weiterhin Kursziele von bis zu 350 US-Dollar ausrufen?
Analysten uneinig über Bewertung
Am Sonntag, dem 11. Januar 2026, revidierte Wall Street Zen die Einstufung für IBM und begründete den Schritt mit der aktuellen Kursnähe zum fairen Wert. Die Aktie schloss am Freitag bei 304,22 US-Dollar – nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 305,74 US-Dollar. Seit Jahresbeginn legte das Papier um 4,4 Prozent zu, auf Zwölfmonatssicht beträgt das Plus knapp 40 Prozent.
Trotz des Downgrades bleibt der breite Marktkonsens konstruktiv. Stifel sieht Potenzial bis 325 US-Dollar, RBC nennt sogar 350 US-Dollar als Ziel. Die Begründung: Die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Confluent soll mittelfristig EBITDA und Free Cash Flow signifikant steigern. Zudem gilt IBM als Profiteur der wachsenden Nachfrage nach Hybrid-Cloud-Lösungen und künstlicher Intelligenz.
Institutionelle Investoren nehmen Gewinne mit
Zeitgleich zur Ratingänderung wurden Veränderungen in der Aktionärsstruktur bekannt. Philip James Wealth Management reduzierte die Position im dritten Quartal um 12,8 Prozent, hält aber weiterhin Anteile im Wert von 4,54 Millionen US-Dollar. Auch das New York State Teachers Retirement System verkleinerte den Bestand leicht um 0,4 Prozent. Die Gewinnmitnahmen erfolgen nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Monate – eine typische Reaktion institutioneller Anleger bei hohen Bewertungsniveaus.
Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36,4 liegt deutlich über historischen Durchschnittswerten. Gleichzeitig überzeugte IBM zuletzt mit operativer Stärke: Im dritten Quartal 2025 lag der Gewinn je Aktie bei 2,65 US-Dollar und übertraf die Erwartungen von 2,45 US-Dollar. Der Umsatz kletterte um 9,1 Prozent auf 16,33 Milliarden US-Dollar.
Dividende und Quantencomputing als Stützen
Für einkommensorientierte Anleger bleibt IBM attraktiv. Die Quartalsdividende von 1,68 US-Dollar sorgt für eine Rendite von rund 2,2 Prozent. Analyst Brent Thill von Jefferies führt das Papier auf der Liste empfehlenswerter Dividendenwerte.
Langfristig setzt IBM auf Quantencomputing. Bis Ende 2026 will das Unternehmen den sogenannten „Quantum Advantage“ nachweisen – einen Meilenstein, der die Technologie für kommerzielle Anwendungen attraktiv machen könnte. In aktuellen Branchenrankings wird IBM neben spezialisierten Anbietern wie IonQ als möglicher Gewinner der Quantenrevolution gehandelt.
Integration der Confluent-Übernahme im Fokus
Die nächsten Quartale werden zeigen, ob die Zukäufe die erhofften Synergien bringen. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem robusten Aufwärtstrend und notiert über den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 272,93 US-Dollar dient als Unterstützung.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt mit 301,85 US-Dollar nur knapp unter dem aktuellen Niveau – ein Hinweis auf eine weitgehend faire Bewertung. Entscheidend wird, ob IBM in den kommenden Quartalen die Margenverbesserungen durch die Confluent-Integration liefern kann.
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