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IBM Aktie: Quantensprung und Sicherheitslücke

IBM erhält eine Kaufempfehlung und stellt einen neuen Quantenprozessor vor, muss jedoch gleichzeitig eine kritische Sicherheitslücke in seiner Unternehmenssoftware beheben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten stufen IBM-Aktie auf 'Buy' hoch
  • Neuer Quantenprozessor mit 120 Qubits vorgestellt
  • Kritische Sicherheitslücke in API Connect entdeckt
  • Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus

IBM schiebt sich zum Jahresauftakt 2026 in den Fokus: Die Analysten von Wall Street Zen hoben ihre Empfehlung am Samstag auf „Buy“ an – zeitgleich mit der Vorstellung der neuen Quantenarchitektur „Nighthawk“. Doch während die Technologieseite glänzt, sorgt eine kritische Sicherheitslücke in der Unternehmenssoftware für Gegenwind.

Upgrade trifft auf Quantenmeilenstein

Wall Street Zen stufte IBM am 3. Januar 2026 von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Die Analystengemeinde sieht die Aktie damit mehrheitlich positiv und taxiert das durchschnittliche Kursziel auf 293,38 US-Dollar. Die Bewertung stützt sich auf solide Fundamentaldaten: Im dritten Quartal übertraf IBM die Erwartungen mit einem Gewinn je Aktie von 2,65 US-Dollar (Schätzung: 2,45 US-Dollar), während der Umsatz um 9,1 Prozent auf 16,33 Milliarden US-Dollar zulegte.

Parallel dazu präsentierte IBM den „IBM_Miami“-Quantenprozessor, der auf der neuen Nighthawk-Architektur basiert. Der Chip verfügt über 120 Qubits mit einer medianen Kohärenzzeit (T1) von rund 350 Mikrosekunden – ein Rekordwert für IBM. Durch 218 neue abstimmbare Koppler steigt die Qubit-Konnektivität um etwa 20 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration Heron. IBM zufolge ermöglicht die Hardware Quantenschaltkreise, die 30 Prozent komplexer sind. Ziel ist es, bis Ende 2026 einen echten „Quantenvorteil“ zu demonstrieren.

Kritische Schwachstelle belastet Software-Sparte

Der technologische Fortschritt wird jedoch von einer Sicherheitskrise überschattet. Am 2. Januar wurde eine kritische Schwachstelle (CVE-2025-13915) in IBM API Connect bekannt. Mit einem Schweregrad von 9,8 von 10 Punkten ermöglicht die Lücke Angreifern, die Authentifizierung aus der Ferne zu umgehen. IBM forderte betroffene Kunden – darunter Hunderte Unternehmenskunden im Bank- und Gesundheitswesen – auf, sofort zu patchen. Die betroffenen Versionen sind 10.0.11.0 und die 10.0.8.x-Reihe.

Diese Entwicklung dürfte kurzfristig für Druck auf die Software-Sparte sorgen, während Investoren auf die Geschwindigkeit der Behebung achten.

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Institutionelle Anleger setzen auf Langfriststrategie

Trotz operativer Risiken erhöhten institutionelle Investoren zuletzt ihre Positionen. Golden State Equity Partners stockte seinen Anteil um 26,1 Prozent auf 14.902 Aktien (Wert: rund 4,2 Millionen US-Dollar) auf. Auch Tectonic Advisors LLC baute mit einem Plus von 7,5 Prozent weiter aus. Die Bewegungen deuten darauf hin, dass professionelle Anleger auf die langfristige Neuausrichtung in Richtung Hybrid Cloud und KI setzen.

Im KI-Bereich verstärkt IBM seine Offensive: Am Wochenende öffnete das Unternehmen den Quellcode seines Tools „MCP Context Forge“ (vormals MCP Gateway). Die Software soll die Bereitstellungszeit von KI-Agenten in Unternehmen von Wochen auf Sekunden verkürzen. Damit positioniert sich IBM gegen Konkurrenten wie Alphabet, dessen Google Quantum AI kürzlich mit dem Willow-Chip auf Fehlerreduktion setzte. IBM hingegen fokussiert sich mit Nighthawk auf Konnektivität und Schaltkreistiefe – ein bewusst anderer Ansatz im Quantenrennen.

Roadmap und Bewertung im Blick

Die neue Quanten-Roadmap sieht kurzfristig 5.000 Zwei-Qubit-Gate-Operationen vor, bis 2027 sollen es 10.000 sein. Die erfolgreiche Integration der Nighthawk-Architektur ist entscheidend, um das aktuelle Bewertungsniveau mit einem KGV von etwa 34,8 zu rechtfertigen. Mit einer stabilen Dividendenrendite von rund 2,3 Prozent (1,68 US-Dollar quartalsweise) bleibt die Aktie für einkommensorientierte Portfolios attraktiv. Der nächste Lackmustest für den Kurs wird die Marktreaktion auf die Behebung der API-Connect-Lücke sowie die Prognosen bei der Vorlage der nächsten Quartalszahlen später im Januar sein.

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