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IBM Aktie: Milliarden für Open Source und Quanten

IBM kündigt mit Red Hat eine Fünf-Milliarden-Initiative für Open-Source-Sicherheit an und investiert parallel Milliarden in Quantencomputer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fünf Milliarden Dollar für Project Lightwell
  • Finanzriesen als erste Kunden an Bord
  • Zehn Milliarden für Quantencomputer bis 2029
  • Aktie legt vorbörslich um 1,7 Prozent zu

IBM hat am Donnerstag gleich auf zwei Fronten investiert — und die Summen sind beachtlich.

Project Lightwell: 20.000 Ingenieure gegen Sicherheitslücken

Zusammen mit Red Hat kündigt IBM eine Fünf-Milliarden-Dollar-Initiative namens Project Lightwell an. Das Ziel: Open-Source-Software für Unternehmen sicherer machen. Dabei setzt IBM auf mehr als 20.000 Ingenieure, die KI-gestützt Schwachstellen in quelloffenem Code identifizieren, bewerten und beheben sollen.

Bemerkenswert ist das Kundenprofil, das IBM für den frühen Rollout nennt: Bank of America, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Mastercard und weitere Finanzschwergewichte sind bereits als erste Anwender an Bord. Das verleiht dem Projekt eine gewisse Sogwirkung — wer als Finanzinstitut auf IBM setzt, bekommt künftig nicht nur Plattformprodukte, sondern auch aktive Absicherung der gesamten Software-Lieferkette.

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Quantencomputer als langfristige Wette

Parallel dazu hat IBM seine Quantenpläne konkretisiert: Bis 2029 will das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar in Quantencomputing investieren und den ersten großmaßstäblichen Fehlerkorrigierten Quantencomputer bauen. Ein Milliarden-Dollar-Beitrag fließt in das neue Gemeinschaftsunternehmen Anderon, das zur ersten dedizierten Quantenchip-Fabrik in den USA werden soll — mitfinanziert durch die Trump-Regierung, die insgesamt zwei Milliarden Dollar Eigenkapital in neun Quantencomputing-Unternehmen steckt, davon die Hälfte an IBM.

IBM betont, bereits mehr als 90 Quantensysteme weltweit betrieben zu haben — mehr als alle anderen Marktteilnehmer zusammen. Über 325 Fortune-500-Unternehmen nutzen diese Systeme. Der kommerzielle Durchbruch bleibt trotzdem eine längerfristige Geschichte: Hohe Fehlerraten begrenzen den praktischen Einsatz noch erheblich.

Die Aktie legte vorbörslich rund 1,7 Prozent zu. Für Investoren ist das heutige Bündel an Ankündigungen vor allem ein Signal: IBM positioniert sich nicht mehr nur als Infrastrukturanbieter, sondern als zentraler Sicherheitspartner im KI-Zeitalter — und als ernstzunehmender Quantenakteur, sobald die Technologie reif ist. Wie schnell Letzteres passiert, entscheiden die Ingenieure bis 2029.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.