Bank of America hat nach einem direkten Gespräch mit IBM-CEO Arvind Krishna sein Kaufrating bekräftigt – und zeitgleich offenbart ein neues SEC-Filing, dass Krishna 2025 rund 38 Millionen Dollar verdiente, gut 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwei Datenpunkte, die ein klares Bild zeichnen: IBM setzt konsequent auf KI-Wachstum, steht dabei aber unter erheblichem Bewährungsdruck.
BofA sieht strategische Stärke bestätigt
Analyst Wamsi Mohan von Bank of America hob nach dem CEO-Gespräch hervor, dass IBM bei sogenannten Agentic-AI-Anwendungen gut positioniert sei. Konkret verwies er auf die Modernisierung von Mainframe-Workloads und die verbesserte Kosteneffizienz bei unternehmenskritischen Systemen – etwa durch Echtzeit-Betrugserkennung. Das Kursziel von 340 US-Dollar bleibt unverändert.
Die Fundamentaldaten stützen diese Einschätzung zumindest teilweise. Software macht inzwischen rund 45 Prozent des Umsatzes aus und wuchs 2025 um neun Prozent – die höchste jährliche Wachstumsrate der Unternehmensgeschichte. Das GenAI-Auftragsvolumen überstieg Ende 2025 die Marke von 12,5 Milliarden Dollar, der Consulting-Auftragsbestand liegt bei 32 Milliarden Dollar, davon mehr als ein Viertel mit KI-Bezug. Für 2026 peilt IBM ein Software-Wachstum von rund zehn Prozent und einen freien Cashflow von etwa 15,7 Milliarden Dollar an.
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Der Schatten von Anthropic
Trotz dieser Zahlen steht die Aktie deutlich unter Druck – aktuell rund 20 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs. Der Auslöser: KI-Unternehmen Anthropic kündigte an, dass sein Modell Claude bei der Modernisierung von COBOL-Code helfen kann. Genau das ist eine der Kernkompetenzen von IBM. Die Sorge, dass KI-Tools traditionelle IBM-Dienstleistungen substituieren könnten, hat die Stimmung spürbar belastet.
BofA wertet die aktuelle Bewertung dennoch als Einstiegschance. Institutionelle Investoren halten weiterhin rund 59 Prozent der Aktie, Insider haben in den vergangenen sechs Monaten dreimal Anteile gekauft – kein einziger Verkauf wurde gemeldet.
Ausblick: Strategie muss liefern
IBM hat seine Strategie klar formuliert: Enterprise-KI, Hybrid Cloud und Quantencomputing sollen das Wachstum tragen. Konkrete Schritte wie ein 112-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Defense Commissary Agency und die Integration von Deepgram-Sprach-KI in die Plattform watsonx Orchestrate zeigen, dass das Unternehmen die Umsetzung vorantreibt. Ob das reicht, um die Disruptions-Sorgen dauerhaft zu zerstreuen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen – IBM hat für 2026 ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent in konstanten Währungen in Aussicht gestellt.
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