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IBM Aktie: Abwarten bleibt Trumpf

IBM verzeichnet solides Umsatzwachstum, doch Analysten sehen keine Kaufgründe. Die KI-Entwicklung birgt Chancen und Risiken für das Kerngeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Solides Umsatzwachstum von 6 Prozent im Jahr 2025
  • Software-Sparte wächst besonders stark
  • Aktienkurs stürzte nach KI-Ankündigung ab
  • Analyst empfiehlt weiterhin Halten der Aktie

IBM wächst solide – und trotzdem fehlt der Funke. Ein Analyst bekräftigte heute seine „Hold“-Einschätzung für die Aktie und sieht trotz ordentlicher Zahlen keinen Grund für eine Aufwertung. Der Grund: Die KI-Welle, auf die IBM setzt, könnte das Unternehmen genauso gut unter Druck setzen wie beflügeln.

Solide Zahlen, aber gedämpfte Erwartungen

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte IBM ein Umsatzwachstum von 6 Prozent. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einer Fortsetzung dieses Tempos – nicht mehr, nicht weniger. Besonders das Softwaresegment entwickelte sich stark: 9 Prozent Wachstum im Gesamtjahr, im vierten Quartal sogar 11 Prozent, getrieben von Lösungen rund um Daten und Automatisierung.

Der freie Cashflow lag bei rund 14,7 Milliarden Dollar und soll 2026 um eine weitere Milliarde steigen. Das EBITDA legte um 17 Prozent zu. Allerdings trübt die geplante Übernahme von Confluent das Bild: Sie dürfte 2026 rund 600 Millionen Dollar an Verwässerung verursachen. Zudem liegt das organische Softwarewachstum bei etwa 7 Prozent – ein Hinweis darauf, dass die Dynamik ohne Zukäufe moderater ausfällt.

Die KI-Frage und ein einschneidender Kursrückgang

Im Februar erlebte IBM seinen schwersten Handelstag seit dem Jahr 2000. Als das KI-Unternehmen Anthropic ankündigte, sein Claude-Sprachmodell könne veraltete COBOL-Systeme modernisieren, brach die Aktie um 13 Prozent ein. COBOL-Modernisierung ist ein Kerngeschäft von IBM – die Ankündigung traf entsprechend einen Nerv.

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Seitdem ist die Bewertung der Aktie spürbar gesunken: Das EV/Forward-EBITDA-Multiple komprimierte sich von rund 17,5x auf 14x. Günstiger, ja – aber der Analyst sieht darin keinen ausreichenden Grund zum Einstieg. Es fehlen strukturelle Veränderungen oder konkrete Katalysatoren, die eine Kaufempfehlung rechtfertigen würden.

Abwarten als rationale Strategie

Die KI-Entwicklung bringt für IBM ein Dilemma mit sich: Einerseits treibt sie die Nachfrage nach Automatisierungs- und Datenlösungen. Andererseits setzt sie Preise unter Druck und gefährdet etablierte Geschäftsfelder. Wie stark dieser Gegenwind wird, bleibt offen – auch weil IBMs Auftragsbestand an Laufzeit verliert, was die Planbarkeit erschwert.

Solange diese Unsicherheiten nicht ausgeräumt sind, bleibt die Aktie für den Analysten ein Haltekandidat. Die nächste Bewährungsprobe liefern die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026, die in den kommenden Wochen erwartet werden.

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