Die Aktie von Hua Hong Semiconductor verliert am Freitag massiv an Wert. Trotz grünen Lichts für eine milliardenschwere Übernahme bricht der Kurs um über sieben Prozent ein. Offenbar nutzen viele Investoren die jüngsten Erfolgsmeldungen für Gewinnmitnahmen.
Milliarden-Deal erhält die Freigabe
Die chinesische Wertpapieraufsicht CSRC genehmigte offiziell die Übernahme von Shanghai Huali Microelectronics. Hua Hong erwirbt damit einen Anteil von 97,5 Prozent an dem Unternehmen. Die Transaktion hat ein Volumen von rund 8,27 Milliarden Yuan.
Der Konzern verfolgt mit diesem Schritt ein klares Ziel. Er will seine Kapazitäten bei der Fertigung von 12-Zoll-Wafern zügig ausbauen. Diese Sparte steuerte zuletzt bereits 62,7 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Währenddessen lieferte das Unternehmen starke Zahlen für das erste Quartal 2026. Der Umsatz kletterte um 22,2 Prozent auf 661 Millionen US-Dollar. Parallel dazu explodierte der Nettogewinn im Jahresvergleich um 458,1 Prozent.
Starke Prognose trifft auf Marktkorrektur
Für das laufende zweite Quartal bleibt die Führungsebene optimistisch. Sie erwartet einen Umsatz zwischen 690 und 700 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge soll sich in einem Korridor von 14 bis 16 Prozent bewegen.
Trotz dieser operativen Stärke korrigiert der Aktienkurs derzeit deutlich. Das Papier sank auf 20,62 Euro und liegt damit spürbar unter seinem Rekordhoch vom Monatsbeginn. Damals kostete die Aktie noch 24,95 Euro.
Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel dennoch ein Plus von 124,18 Prozent. Der Kurs notiert damit weiterhin über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 17,25 Euro. Im weiteren Jahresverlauf steht nun der operative Vollzug der Huali-Übernahme sowie die Aufrechterhaltung der hohen Auslastungsraten im Fokus.
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