Hewlett Packard Enterprise steht vor einem arbeitsreichen Frühjahr. Während die geplante Milliardenübernahme von Juniper Networks neuen juristischen Gegenwind erfährt, bereitet sich das Unternehmen bereits auf die Vorlage der nächsten Quartalszahlen vor. Für Anleger stellt sich die Frage, wie stark die zusätzlichen Untersuchungen der US-Bundesstaaten den Zeitplan der Integration belasten werden.
Juristisches Nachspiel bei Milliarden-Zukauf
Die geplante, rund 14 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Juniper Networks durch Hewlett Packard Enterprise (HPE) beschäftigt erneut die Gerichte. Ein US-Bezirksrichter in San Jose entschied am heutigen Dienstag, dass eine Gruppe von Generalstaatsanwälten mehrere Anwälte und Lobbyisten unter Eid befragen darf.
Hintergrund der Untersuchung ist die vorangegangene Genehmigung der Fusion durch das US-Justizministerium (DOJ). Die ermittelnden Bundesstaaten prüfen nun die genauen Umstände, unter denen diese kartellrechtliche Freigabe auf Bundesebene zustande kam. Auch wenn der Deal bereits wichtige regulatorische Hürden genommen hat, sorgt dieser prozessuale Schritt für zusätzliche Komplexität im Integrationsprozess.
Quartalszahlen und institutionelles Interesse
Abseits des Gerichtssaals hat HPE den Termin für die nächste finanzielle Bestandsaufnahme bestätigt. Am Montag, den 9. März 2026, wird das Unternehmen die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres vorlegen. Marktteilnehmer erwarten hier wichtige Signale für den weiteren Jahresverlauf.
- Gewinnprognose: Für das erste Quartal stellt HPE einen bereinigten Gewinn (Non-GAAP EPS) zwischen 0,57 und 0,61 USD in Aussicht.
- Jahresausblick: Das Ziel für das Gesamtjahr 2026 liegt bei einem Gewinn je Aktie von 2,25 bis 2,45 USD.
- Dividende: Die Quartalsausschüttung bleibt stabil bei 0,1425 USD pro Aktie.
Trotz der rechtlichen Unsicherheiten zeigten sich institutionelle Investoren zuletzt aktiv. Mutual Advisors LLC und Convergence Investment Partners LLC haben ihre Positionen im vergangenen Quartal deutlich um jeweils über 180 % ausgebaut. Insgesamt befinden sich rund 80,78 % der Anteile in den Händen institutioneller Anleger.
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Einordnung der Marktlage
Anleger sollten zudem eine wichtige Unterscheidung treffen: Die aktuellen Management-Veränderungen bei HP Inc. (HPQ), wo CEO Enrique Lores das Unternehmen verlässt, betreffen HPE nicht. Die beiden Konzerne agieren als rechtlich eigenständige Einheiten.
Die Aktie notiert heute mit 21,98 USD leicht im Plus. Damit liegt das Papier zwar etwa 10,6 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von Ende Dezember, hält sich aber stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt von 21,81 USD. Die Analystenzunft bleibt vorerst vorsichtig und bewertet den Titel im Konsens mit „Hold“, sieht jedoch mit einem durchschnittlichen Kursziel von 25,53 USD noch Luft nach oben.
Der Fokus der Märkte richtet sich nun auf den 9. März. Bis zur Veröffentlichung der Quartalsbilanz dürfte vor allem die Nachrichtenlage rund um das Juniper-Verfahren über die kurzfristige Kursrichtung entscheiden.
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