Der Lebensmittelkonzern Hormel Foods hat sein zweites Geschäftsquartal 2026 mit starken Zahlen abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 2,5 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar – das sechste organische Wachstumsquartal in Folge. Noch deutlicher fiel der Gewinnsprung aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 14,3 Prozent auf 0,40 Dollar zu und übertraf damit die Erwartungen. Die Bruttomarge verbesserte sich um 70 Basispunkte auf 17,4 Prozent.
Doch die Aktie reagierte verhalten: minus 0,79 Prozent auf 20,19 Euro. Das Papier notiert damit knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt, aber noch immer 26 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 45,8 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situationen.
Alle drei Segmente liefern
Das Wachstum war breit gestützt. Der Retail-Bereich steigerte seinen Segmentgewinn um 13 Prozent. Das Foodservice-Geschäft wuchs bereits das elfte Quartal in Folge organisch und legte beim Gewinn um 11 Prozent zu. Die International-Sparte erzielte ein Plus von 20 Prozent – getrieben von China und der Marke SPAM.
Vorsichtiger Ausblick auf das dritte Quartal
Das Management bestätigte die Jahresziele. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Hormel Foods einen Umsatz zwischen 12,2 und 12,5 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 1,43 bis 1,51 Dollar liegen.
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Gleichzeitig belasten mehrere Faktoren: Der Verkauf des kompletten Truthahn-Geschäfts bescherte dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Vorsteuerverlust von 61 Millionen Dollar. Hinzu kommen steigende Kosten für Logistik, Treibstoff und Rohstoffe. Umfirmen-interne Lagerbestände müssen korrigiert werden. Auch strukturelle Probleme bei den Marken Planters und Skippy bleiben ein Thema.
Die Bilanz zeigt sich robust. Zum Quartalsende hielt Hormel Foods 827 Millionen Dollar an Barmitteln – 156 Millionen mehr als zum Ende des Vorjahres. Der operative Cashflow legte im ersten Halbjahr um 44 Prozent auf 528 Millionen Dollar zu. Für das 391. Quartal in Folge zahlt das Unternehmen eine Dividende.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Kostenbelastung im dritten Quartal wie angekündigt materialisiert. Anleger achten gespannt auf die Margenentwicklung und die Dynamik bei den gebeutelten Retail-Marken.
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