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Honeywell Aktie: 22–28% EPS-Wachstum für Technologies

Honeywell bestätigt Jahresziele und gibt erste Prognose für das künftige Technologiegeschäft nach der Abspaltung der Luftfahrtsparte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aerospace-Abspaltung Ende Juni geplant
  • Jahresziele für 2026 bestätigt
  • Erste Umsatzprognose für Honeywell Technologies
  • Aktie knapp zwölf Prozent unter Märzhoch

Honeywell steht kurz vor einer der größten Umstrukturierungen seiner Geschichte. Ende Juni soll das Aerospace-Geschäft als eigenständiges Unternehmen an die Nasdaq gehen — und das Management nutzt die Gelegenheit, um Anleger mit bestätigten Jahreszielen und einem ersten Ausblick auf die neue Konzernstruktur zu beruhigen.

Jahresziele bestätigt

Für 2026 erwartet Honeywell einen Umsatz zwischen 38,8 und 39,8 Milliarden Dollar. Das organische Wachstum soll zwischen 3 und 6 Prozent liegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie peilt der Konzern auf 10,35 bis 10,65 Dollar an — ein Plus von 6 bis 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow soll auf 5,3 bis 5,6 Milliarden Dollar steigen.

Für Honeywell Technologies — den Teil, der nach der Abspaltung unter dem bisherigen Ticker „HON“ weiterläuft — gibt es erstmals konkrete Zahlen. Der Umsatz soll 19,9 bis 20,2 Milliarden Dollar erreichen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie steigt laut Prognose um 22 bis 28 Prozent auf 3,95 bis 4,15 Dollar. Der freie Cashflow liegt bei rund 2,0 Milliarden Dollar.

Geopolitik drückt aufs Quartal

CFO Mike Stepniak bezifferte den Umsatzeffekt durch den Iran-Konflikt im zweiten Quartal auf 50 bis 75 Millionen Dollar. Lässt die geopolitische Spannung nach, erwartet das Unternehmen eine Erholung.

Das Aerospace-Geschäft soll unter dem Ticker „HONA“ an der Nasdaq starten. Parallel dazu hat Honeywell bereits Teile seines Produktivitäts- und Logistikgeschäfts verkauft. Eine Beteiligung an Quantinuum behält der Konzern — das Quantencomputing-Unternehmen bereitet sich auf einen Börsengang vor.

Aktie unter Druck

Die Aktie notiert bei rund 187 Euro und liegt damit knapp 12 Prozent unter dem Märzhoch von 213 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von fast 12 Prozent zu Buche — trotz eines leichten Rücksetzers in den vergangenen sieben Tagen.

Mit dem Abschluss der Aerospace-Abspaltung Ende Juni wird aus Honeywell ein deutlich fokussierteres Automatisierungsunternehmen. Ob der Markt die neue Struktur mit einer höheren Bewertung honoriert, wird sich spätestens beim ersten Quartalsbericht von Honeywell Technologies zeigen.

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