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Honeywell Aktie: 15. Juni als Stichtag für Aerospace-Bezugsrecht

Am 29. Juni trennt sich Honeywell von seiner Aerospace-Sparte. Trotz Kursverlusten sehen Analysten weiteres Potenzial für die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Record Date am 15. Juni
  • Reverse Split im Verhältnis 1:2
  • Kursverlust von 8,5 Prozent
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung

Mitte Juni wird es ernst für Honeywell-Aktionäre. Mit dem 15. Juni als Record Date und der geplanten Abspaltung von Honeywell Aerospace am 29. Juni stehen die wichtigsten Weichen für eine der komplexesten Unternehmensaufspaltungen des Jahres gestellt. Die Kursreaktion fiel trotzdem negativ aus.

Abspaltung und Reverse Split gleichzeitig

Wer am 15. Juni als Aktionär registriert ist, erhält für je zwei Honeywell-Aktien eine Aktie von Honeywell Aerospace. Ab diesem Tag bis zum 26. Juni laufen auf dem Nasdaq zwei parallele Märkte: Unter dem bekannten Kürzel „HON“ handeln Aktien inklusive des Bezugsrechts auf die neue Aerospace-Aktie. Unter dem Kürzel „HONIV“ läuft ein separater Markt ohne dieses Recht. Für US-Steuerzwecke soll die Transaktion steuerfrei sein — ausgenommen Barzahlungen für Bruchteile von Aktien.

Parallel dazu vollzieht Honeywell einen Reverse Split im Verhältnis 1:2. Die Aktionäre hatten dem bereits auf der Hauptversammlung am 22. Mai zugestimmt. Wirksam wird der Split ebenfalls am 29. Juni — allerdings nur, wenn die Abspaltung zuvor abgeschlossen ist. Die Zahl der ausstehenden Aktien sinkt damit von rund 634 Millionen auf rund 317 Millionen.

Kurs unter Druck, Analysten bleiben optimistisch

Die Flut an Ankündigungen hat den Kurs nicht gestützt. Die Honeywell-Aktie verlor in der vergangenen Woche rund 8,5 Prozent und schloss am Freitag bei 186,16 Euro. Das Papier liegt damit knapp 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 213,05 Euro aus dem März. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren — schon nach dem Aerospace Investor Day am 3. Juni gab der Kurs nach.

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Wall Street zeigt sich davon unbeeindruckt. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel auf 276 Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Barclays hob das Ziel auf 251 Dollar an und sieht vor Abschluss beider Transaktionen noch 10 bis 15 Prozent Aufwärtspotenzial. Von den 14 Analysten, die Honeywell aktiv beobachten, empfehlen 71 Prozent die Aktie zum Kauf.

Solide Basis, klarer Ausblick

Die Aufspaltung kommt aus einer operativ stabilen Lage. Im ersten Quartal erzielte Honeywell einen Gewinn je Aktie von 2,45 Dollar — deutlich über der Konsensschätzung von 2,32 Dollar. Der Auftragsbestand wuchs auf 38,3 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 10,35 und 10,65 Dollar an.

CFO Mike Stepniak stellt auf einem Investor Update Call vor Börseneröffnung die Jahresprognose für Honeywell Technologies vor — das ist der Teil, der nach der Abspaltung unter dem alten Namen weiterläuft. Am 11. Juni folgt dann der eigene Investorentag für Honeywell Technologies. Bis zum 29. Juni bleibt für Aktionäre vor allem eine Frage praktisch: Wer am 15. Juni im Depot steht, nimmt an der Verteilung teil — wer danach kauft, nicht mehr.

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