Der Schweizer Baustoffriese hat gestern einen strategischen Coup gelandet: Der Verkauf des Nigeria-Geschäfts ist abgeschlossen und spült eine Milliarde US-Dollar in die Kassen. Ein weiterer Baustein der radikalen Konzernumgestaltung ist damit in trockenen Tüchern.
Milliarden-Deal mit chinesischem Partner besiegelt
Holcim veräußerte seinen 83,81-Prozent-Anteil an Lafarge Africa PLC komplett an den chinesischen Zementkonzern Huaxin Cement. Der Eigenkapitalwert der Transaktion beträgt eine Milliarde Dollar auf 100-Prozent-Basis – vor Dividendenanpassungen.
„Wir freuen uns, mit Huaxin Cement einen vertrauenswürdigen Käufer gefunden zu haben“, kommentiert Martin Kriegner, Holcims Regionalleiter für Asien, den Nahen Osten und Afrika. Das Geld soll direkt in wachstumsorientierte Projekte fließen.
Radikaler Konzernumbau nimmt Fahrt auf
Doch was steckt hinter diesem Verkauf? Der Nigeria-Deal ist Teil einer beispiellosen Portfoliobereinigung. Bereits im Juni spaltete Holcim sein komplettes Nordamerika-Geschäft ab – heute firmiert es als eigenständiger Konzern Amrize an den Börsen in New York und der Schweiz.
Die Stoßrichtung ist klar: Weg von volatilen Schwellenmärkten, hin zu margenstärkeren Regionen mit hoher Nachfrage nach nachhaltigen Bauprodukten. Im Visier stehen jetzt:
- Lateinamerika
- Europa
- Australien
- Nordafrika
Frontalangriff auf profitable Growth-Märkte
Die NextGen Growth 2030-Strategie nimmt konkrete Formen an. Mit den frischen Milliarden will Holcim gezielt in wertsteigernde Übernahmen und organisches Wachstum investieren – insbesondere im lukrativen Building Solutions-Segment.
Können die Schweizer ihre führende Position bei innovativen Baulösungen weiter ausbauen? Die Weichen sind gestellt: Nach dem Großumbau kann sich das Management voll auf operative Exzellenz konzentrieren.
Prognose bestätigt – Analysten gespannt
Für 2025 hält Holcim an der Guidance fest: Ein wiederkehrendes EBIT-Wachstum von 6 bis 10 Prozent in lokalen Währungen wird angepeilt – nach Abspaltung des Nordamerika-Geschäfts.
Die nächsten Quartalszahlen am 27. Februar 2026 dürften zeigen, ob die Milliarden-Strategie aufgeht. Analysten verfolgen gespannt, wie schnell sich die neuen Investitionen in messbaren Ergebnissen niederschlagen.
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