Das Kantonsgericht Luzern hat am Mittwoch grünes Licht für die Anpassung der Anleihensbedingungen der HT5 AG gegeben. Dieser entscheidende Schritt im Nachlassverfahren bringt das vormals als HOCN AG bekannte Unternehmen seinem Sanierungsziel näher.
Durchbruch im Nachlassverfahren
Die gerichtliche Bewilligung ermöglicht die finale Umsetzung des Sanierungskonzepts. Seit März 2025 befindet sich das Unternehmen in definitiver Nachlassstundung – nun könnte die provisorische Stundung bereits im vierten Quartal dieses Jahres enden. Die Bestätigung der Beschlüsse der Anleihensgläubigerversammlung schafft die notwendige rechtliche Sicherheit für den Restrukturierungsprozess.
Reverse Takeover als Rettungsanker
Nach Abschluss der Sanierung plant die HT5 AG einen strategischen Zusammenschluss mittels Reverse Takeover. Ziel ist die Rückkehr an die Schweizer Börse mit einem fusionierten Unternehmen. Diese ambitionierte Strategie soll den Neustart nach der Restrukturierung markieren und Aktionären eine Zukunftsperspektive bieten.
Kernpunkte der Entwicklung:
– Gerichtliche Bewilligung der Anleihenanpassung am 3. September 2025
– Definite Nachlassstundung seit März 2025
– Geplantes Verfahrensende bis Q4 2025
– Reverse Takeover als Exit-Strategie
Börse reagiert mit Volatilität
Die Aktie zeigte zuletzt heftige Kursschwankungen. Am Freitag notierte das Papier bei 1.62 CHF nach einem Rückgang auf 1.57 CHF zu Wochenbeginn. Die erheblichen Spannweiten zwischen 52-Wochen-Hoch (7.56 CHF) und Tief (0.31 CHF) unterstreichen die Sensibilität für Sanierungsfortschritte.
Kann die erfolgreiche Beendigung des Nachlassverfahrens dem Titel neuen Schwung verleihen? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der gerichtlich abgesegnete Sanierungsplan trägt und die Fusionstaktik aufgeht.
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