Die Aktie von Hims & Hers Health hat turbulente Monate hinter sich und notiert inzwischen weit unter ihren Höchstständen. Nun sorgen kritische Analystenstimmen und wachsende Konkurrenz durch Amazon für zusätzliche Nervosität am Markt. Investoren stellen sich zunehmend die Frage: Sind die aggressiven Wachstumsziele für das Jahr 2026 angesichts steigender Kosten und mächtiger Wettbewerber überhaupt noch realistisch?
Analysten treten auf die Bremse
Der Gegenwind für die Telemedizin-Plattform kommt primär aus der Finanzbranche. Evercore ISI nahm die Bewertung der Aktie kürzlich mit einer neutralen „In Line“-Einstufung und einem Kursziel von 33,00 US-Dollar auf. Deutlich pessimistischer zeigt sich die Bank of America (BofA): Sie senkte ihr Kursziel von 32,00 auf 29,00 US-Dollar und bestätigte das Rating „Underperform“.
Hintergrund dieser Zurückhaltung ist die Einschätzung, dass die Umsatzerwartungen der Wall Street für 2026 zu hoch gegriffen sein könnten. Experten warnen davor, dass Hims & Hers ein „großes Investitionsjahr“ bevorsteht. Geplante Ausgaben für Talentakquise, Technologieplattformen und die Vertikalisierung der Lieferkette dürften die Margen unter Druck setzen. Die Folge könnten stagnierende EBITDA-Margen und eine Verlangsamung des Abonnentenwachstums sein, was das Risiko für Gewinnrevisionen in den kommenden Monaten erhöht.
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Amazon greift im Abnehm-Sektor an
Neben den internen Kostenfaktoren verschärft sich auch die Wettbewerbssituation dramatisch. Amazon Pharmacy hat angekündigt, das populäre Abnehmpräparat Wegovy von Novo Nordisk in sein Angebot aufzunehmen. Dieser Schritt des E-Commerce-Giganten zielt direkt auf das Segment für Gewichtsmanagement, das für Hims & Hers als zentraler Wachstumstreiber gilt. Die direkte Konkurrenz durch Amazon dürfte den Preiskampf anheizen und die Margen in diesem Schlüsselbereich weiter belasten.
Der Abwärtstrend setzt sich fort
Die Kombination aus Analystenskepsis und Wettbewerbsdruck spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. In den vergangenen drei Monaten verlor das Papier über 39 Prozent an Wert und entwickelte sich damit signifikant schwächer als der breite Sektor. Mit einem Schlusskurs von 32,20 US-Dollar notiert die Aktie inzwischen mehr als 51 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Februar 2025. Auch charttechnisch bleibt die Lage angespannt, da der Kurs weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 40,78 US-Dollar verharrt.
Die Bank of America nennt dennoch konkrete Lichtblicke für die Umsatzentwicklung in 2026: Sie erwartet unter anderem 90 Millionen US-Dollar Zusatzumsatz durch ZAVA und rund 50 Millionen US-Dollar aus dem neuen Labor-Bereich. Ob diese Einnahmequellen ausreichen, um die steigenden Investitionskosten zu kompensieren, bleibt die zentrale Hürde für eine nachhaltige Bodenbildung der Aktie.
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