Starke Zahlen treffen auf einen übermächtigen neuen Konkurrenten. Hims & Hers hat sich im Markt für Abnehmspritzen profitabel positioniert, nun drängt Amazon in genau dieses Geschäft. Das spaltet die Wall Street.
Die Bank of America sieht langfristige Risiken. Die Analysten hoben das Kursziel für Hims zwar auf 30 US-Dollar an, warnen aber vor Umsatzdruck ab 2026. Amazons Angebot ziele direkt auf kostenbewusste Dauerkunden ab.
Die Citigroup hält dagegen. Das Amazon-Programm sei keine vollständige Alternative. Für 29 US-Dollar pro Besuch bietet Amazon lediglich an, bestehende Rezepte zu verlängern. Neue Verschreibungen sind ausgeschlossen, zudem dürfen Patienten den Service maximal zweimal jährlich nutzen. Citi belässt das Kursziel bei 24 US-Dollar.
Wachstum trotz harter Konkurrenz
Amazon verknüpft die Abnehm-Therapie direkt mit hausärztlicher Betreuung. Die hauseigene Apotheke liefert Medikamente wie Wegovy noch am selben Tag. Parallel dazu baut auch Walmart eine eigene Plattform auf.
Hims & Hers setzt auf seine schiere Größe. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf 2,35 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem kräftigen Plus. Der Telemedizin-Anbieter zählt mittlerweile 2,5 Millionen aktive Mitglieder.
Die Wette auf Peptide
Das Management ruht sich nicht auf dem aktuellen Geschäft aus. Hims positioniert sich bereits im aufstrebenden Markt für Peptid-Therapien. Im Juli berät die US-Gesundheitsbehörde FDA, ob sie injizierbare Peptide leichter zulässt.
Das Unternehmen hat vorgesorgt. Hims kaufte kürzlich eine kalifornische Produktionsstätte. Fällt die FDA-Entscheidung positiv aus, kann der Konzern sofort im großen Stil produzieren. Bisher generieren andere Kategorien ohnehin den Großteil der Cashflows, was Risiken im Abnehm-Segment abfedert.
Wichtiger Termin im Mai
Die Aktie reagierte am Dienstag mit einem leichten Minus auf den Amazon-Vorstoß. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von fast 40 Prozent. Technisch hat das Papier die 50-Tage-Linie nach oben durchbrochen.
Der nächste Härtetest steht unmittelbar bevor. Im Mai veröffentlicht Hims & Hers die Ergebnisse für das erste Quartal. Steigende Kosten und der verschärfte Preiskampf fordern ihren Tribut. Die Folge: Der Gewinn pro Aktie dürfte um 70 Prozent einbrechen.
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