Hims & Hers startet heute in einen heiklen Handelstag. Große Optionspakete laufen aus, während Analysten sich alles andere als einig sind. Zwischen technischen Zwängen im Orderbuch und einem Jahr hoher Investitionen stellt sich die Frage: Wie belastbar ist die aktuelle Bewertung wirklich?
Optionen sorgen für Nervosität
Der 16. Januar 2026 ist für Hims-&-Hers-Papiere ein wichtiger technischer Termin. Eine große Zahl von Kauf- (Calls) und Verkaufsoptionen (Puts) läuft aus. Inhaber dieser Derivate müssen ihre Positionen jetzt schließen oder in spätere Fälligkeiten verschieben.
Solche Umschichtungen führen typischerweise zu erhöhtem Handelsvolumen und können den Kurs besonders in der Nähe wichtiger Basispreise deutlich bewegen. Marktbeobachter sprechen von einem Umfeld erhöhter Unsicherheit, weil sich kurzfristige Ströme aus dem Derivatehandel stark auf den Kassakurs auswirken können.
Hinzu kommt: Nach einer sehr starken Phase 2025 war die Aktie zuletzt deutlich zurückgekommen. Mit einem Schlusskurs von 31,23 US‑Dollar gestern notiert das Papier zwar rund 41 % über dem 52‑Wochentief, aber mehr als die Hälfte unter dem Hoch der vergangenen zwölf Monate. Der Titel hat damit sichtbar an Momentum verloren.
Analystenlage: Zwischen Vorsicht und begrenztem Aufwärtspotenzial
Im Vorfeld des heutigen Verfallstags liefern neue Analystenstudien ein gemischtes Bild. Evercore ISI hat am 12. Januar 2026 die Beobachtung aufgenommen und startet mit einem neutralen „In-Line“-Rating. Das Kursziel liegt bei 33 US‑Dollar je Aktie und signalisiert damit nur ein überschaubares Aufwärtspotenzial von rund 5 % gegenüber den jüngsten Kursen.
Deutlich zurückhaltender bleibt Bank of America Securities. Die Experten bekräftigen ihre Einstufung „Underperform“ und senken das Kursziel von 32 auf 29 US‑Dollar. Aus dieser Perspektive hätte die Aktie noch Spielraum nach unten.
Im Konsens ergibt sich folgendes Bild:
- 18 Analysten beobachten die Aktie
- 3 Sell-Ratings, 11 Hold-Ratings, 3 Buy-Ratings und 1 Strong-Buy
- Durchschnittliches 12-Monats-Kursziel: 44,54 US‑Dollar
- Spanne der Kursziele: 30 bis 85 US‑Dollar
Die breite Spanne der Ziele zeigt, wie unterschiedlich die mittelfristigen Perspektiven eingeschätzt werden – von skeptisch bis sehr optimistisch.
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2026 als Investitionsjahr – Wachstum mit Gegenwind
Inhaltlich rückt 2026 als strategisches Investitionsjahr in den Fokus. Nach einem turbulenten 2025 steht das Unternehmen gleich vor mehreren Baustellen.
Wichtige Knackpunkte:
- Beendete Kooperation mit Novo Nordisk im Juni 2025 wegen Sorgen rund um angebotene, zusammengesetzte (compounded) Abnehm-Präparate
- FDA‑Warnschreiben im September 2025 zu Marketingpraktiken des Unternehmens
- Folge: stärkere regulatorische und reputationsbezogene Unsicherheit im lukrativen Gewichtsreduktionssegment
Trotz dieser Belastungen bleiben die Wachstumsraten beim Umsatz hoch. Der Konsens sieht für das Geschäftsjahr 2025 Erlöse von rund 2,35 Milliarden US‑Dollar – ein Plus von knapp 59 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 rechnen Analysten mit einer Abkühlung des Tempos, aber weiterhin solidem Wachstum von etwa 18 % auf 2,77 Milliarden US‑Dollar.
Deutlich kritischer ist die Entwicklung auf der Ergebnisebene. Die Schätzungen für den laufenden Quartalsgewinn (Q4 2025) wurden in den vergangenen drei Monaten spürbar nach unten angepasst – von 0,13 auf 0,05 US‑Dollar je Aktie. Für 2026 liegen die Prognosen im Mittel bei 0,66 US‑Dollar je Aktie, die Spanne reicht jedoch von 0,33 bis 1,37 US‑Dollar. Diese große Bandbreite unterstreicht die Unsicherheit über Profitabilität und die Höhe der geplanten Investitionen.
Ausblick: Kurzfristige Volatilität, nächste Bewährungsprobe im Frühjahr
Kurzfristig bildet der heutige Optionsverfall den zentralen Kursimpuls. Das Zusammentreffen hoher auslaufender Kontraktvolumina mit einer ohnehin nervösen Stimmung kann zu deutlichen intraday-Schwankungen führen, insbesondere rund um wichtige Strike-Levels.
Fundamental rückt als nächster Fixpunkt der Q4‑2025-Bericht in den Vordergrund, der für Ende Februar oder Anfang März 2026 erwartet wird. Dann werden neue Zahlen zu Nutzer- und Abonnententrends, konkrete Aussagen zu den Auswirkungen der regulatorischen Themen im Bereich Gewichtsabnahme sowie Fortschritte bei der internationalen Expansion nach der ZAVA-Übernahme im Jahr 2025 entscheidend sein.
Der aktuelle Analystenkonsens „Hold“ spiegelt wider, dass viele Marktteilnehmer Hims & Hers derzeit in einer Übergangsphase sehen: starkes Umsatzwachstum, hohe Ausgaben und offene Fragen zu Regulierung und Wettbewerb. Ob die Aktie aus dieser Konstellation nach oben oder unten ausbricht, dürfte vor allem von den kommenden Quartalszahlen und der Umsetzung der strategischen Pläne im Jahr 2026 abhängen.
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