Hims & Hers steht an der Wall Street massiv unter Druck. Nach einem dramatischen Kursverfall von fast 50 Prozent im letzten Monat richten sich heute alle Augen auf die Quartalszahlen nach Börsenschluss. Während rechtliche Probleme das Geschäft mit Abnehm-Präparaten belasten, versucht das Management mit einer Milliarden-Übernahme die Flucht nach vorn. Gelingt heute die Trendwende oder droht der nächste Rückschlag?
Belastung durch Regulierer und Konkurrenz
Der jüngste Einbruch der Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief von 13,15 Euro kommt nicht von ungefähr. Investoren reagierten zuletzt panisch auf den Gegenwind im wichtigen Markt für GLP-1-Gewichtsreduktionsmedikamente. Hims & Hers musste Anfang Februar ankündigen, den erst kürzlich gestarteten Verkauf einer zusammengesetzten oralen Semaglutid-Tablette wieder einzustellen.
Hintergrund sind Warnungen der US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) sowie eine Patentverletzungsklage des Pharma-Riesen Novo Nordisk. Diese Entwicklung trifft den Kern der Wachstumsfantasie vieler Anleger und erklärt den massiven Vertrauensverlust der letzten Wochen.
Milliarden-Wette auf Expansion
Inmitten dieser operativen Herausforderungen kündigte das Unternehmen eine aggressive Expansionsstrategie an. Hims & Hers plant die Übernahme des australischen Digital-Health-Anbieters Eucalyptus. Der Deal wird mit bis zu 1,15 Milliarden US-Dollar bewertet, wobei rund 240 Millionen Dollar direkt bei Abschluss fließen sollen.
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Marktbeobachter werten diesen Schritt als Versuch, die Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern und neue Umsatzquellen zu erschließen. Eucalyptus soll nicht nur eine internationale Kundenbasis einbringen, sondern auch signifikante jährliche Umsätze beisteuern. Die Integration ist für Mitte 2026 geplant.
Das erwarten die Märkte heute
Für das abgelaufene vierte Quartal 2025 hatte das Management zuletzt einen Umsatz zwischen 605 und 625 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Beim bereinigten EBITDA wird ein Ergebnis zwischen 55 und 65 Millionen US-Dollar erwartet. Nach einem starken dritten Quartal mit 49 Prozent Wachstum liegt die Messlatte hoch.
Die Zahlen werden heute nach US-Börsenschluss veröffentlicht. Entscheidend für eine mögliche Bodenbildung der Aktie wird der anschließende Conference Call sein, in dem das Management darlegen muss, wie die wegbrechenden Umsätze im GLP-1-Geschäft kompensiert werden und welche konkreten Synergien die teure Übernahme von Eucalyptus kurzfristig heben kann.
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