Am 11. Mai legt Hims & Hers seine Bücher für das erste Quartal 2026 offen — und die Erwartungen könnten kaum widersprüchlicher sein. Während die Aktie am Montag um knapp 9 Prozent zulegte und damit einen Sektor-weiten Rückgang von 5,4 Prozent konsequent ignorierte, zeichnen die eigenen Prognosen des Unternehmens ein deutlich nüchterneres Bild.
Scharfe Verlangsamung erwartet
Das Management hat die Messlatte für Q1 selbst gesetzt: Umsatz zwischen 600 und 625 Millionen Dollar, was einem Wachstum von lediglich 2,4 bis 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein Jahr zuvor wuchs Hims & Hers noch um 111 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 6 bis 9 Prozent liegen — verglichen mit 15,5 Prozent im Q1 2025 ein erheblicher Rückgang.
Hauptbelastung ist der regulatorische Eingriff gegen das Geschäft mit komponierten GLP-1-Präparaten, also individuell hergestellten Abnehmspritzen. Dieser Eingriff hat nicht nur das Wachstum abgewürgt, sondern auch einen Einmaleffekt von rund 65 Millionen Dollar auf den Q1-Umsatz verursacht — bedingt durch verschobene Lieferungen.
Ehrgeizige Jahresziele trotz Gegenwind
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an ambitionierten Zielen fest: 2,7 bis 2,9 Milliarden Dollar Umsatz und ein bereinigtes EBITDA von 300 bis 375 Millionen Dollar. Langfristig peilt Hims & Hers bis 2030 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Dollar an.
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Das Wachstum soll künftig stärker aus dem Ausland kommen. Nach Übernahmen wie ZAVA, Livewell und dem angekündigten Eucalyptus-Deal für bis zu 1,15 Milliarden Dollar wuchs der internationale Umsatz 2025 um rund 400 Prozent auf 134 Millionen Dollar. Innerhalb von drei Jahren soll die Marke von einer Milliarde Dollar im Auslandsgeschäft fallen.
Bewertung auf historischem Tief
Trotz des Kursanstiegs vom Montag notiert die Aktie rund 40 Prozent unter ihrem Jahresanfangswert. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei etwa 2x — weit unter dem historischen Median von 3,3x und meilenweit entfernt vom Spitzenmultiple von 8 bis 10x Anfang 2025. Insider haben in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von 3,4 Millionen Dollar verkauft, ohne eine einzige Aktie zuzukaufen.
Am 11. Mai wird sich zeigen, ob der Strategieschwenk — weg vom Eigenvertrieb kompoundierter Präparate, hin zu Markenprodukten und internationalem Wachstum — bereits in den Zahlen ankommt. Wer auf eine Neubewertung setzt, braucht dafür konkrete Belege.
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