Die Aktien des Telemedizin-Anbieters Hims & Hers Health geraten zunehmend unter die Räder. Nach einer drastischen Korrektur in den letzten Monaten sorgte nun eine pessimistische Einschätzung der Bank of America für weiteren Verkaufsdruck. Im Zentrum der Skepsis stehen die ambitionierten Wachstumserwartungen für das kommende Jahr und die Frage, ob das Unternehmen diese angesichts steigender Investitionskosten erfüllen kann.
Zweifel an den Wachstumszielen
Bank of America Securities senkte am vergangenen Mittwoch das Kursziel für die Aktie von 32 auf 29 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Underperform“. Analyst Allen Lutz begründete diesen Schritt mit erheblichen Zweifeln an den Konsensschätzungen der Wall Street für das Jahr 2026. Der Markt rechnet aktuell mit einem Umsatzwachstum von 440 Millionen US-Dollar in diesem Zeitraum – eine Hürde, die die Bank angesichts der aktuellen Wachstumsraten für zu hoch hält.
Zusätzlich warnt die Investmentbank vor Druck auf die Gewinnmargen. Das Jahr 2026 wird als intensives Investitionsjahr charakterisiert, in dem Ausgaben für Personal, Technologieplattformen und die Lieferkette steigen dürften. Die derzeitigen Markterwartungen bezüglich der EBITDA-Margen bezeichnete Lutz als „übermäßig optimistisch“ und prognostiziert negative Gewinnrevisionen in den kommenden Monaten.
Aktie im Abwärtssog
Die Reaktion der Anleger fiel deutlich aus: Allein zwischen dem 7. und 9. Januar verlor das Papier 10,6 Prozent an Wert und schloss am Donnerstag bei 31,69 US-Dollar. Dieser Rücksetzer reiht sich in einen längerfristigen Abwärtstrend ein. Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 73 US-Dollar hat sich der Kurs inzwischen mehr als halbiert.
Das Handelsvolumen lag zuletzt spürbar über dem Durchschnitt, was auf einen erhöhten Abgabedruck hindeutet. Technisch orientierte Anleger blicken nun auf das Jahrestief von 23,97 US-Dollar als mögliche Unterstützung, sollte die Marke um 31,66 US-Dollar nicht halten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hims & Hers?
Regulatorischer Gegenwind und Analysten-Uneinigkeit
Neben den finanziellen Kennzahlen belasten regulatorische Unsicherheiten die Stimmung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte bereits im September 2025 Warnhinweise bezüglich der Vermarktung von zusammengesetzten Gewichtsabnahmeprodukten ausgesprochen. Zudem bewegt sich das Unternehmen mit dem Verkauf „personalisierter“ Versionen von Semaglutid in einem Bereich, den Experten als rechtliche Grauzone beschreiben.
Die Analystengemeinde bleibt indes gespalten. Während Häuser wie Barclays und BTIG mit Kurszielen von bis zu 85 US-Dollar weiter extrem optimistisch gestimmt sind, warnen Citigroup und Bank of America mit Zielen um die 30 US-Dollar vor weiteren Risiken.
Ausblick auf die Zahlen
Klarheit über die operative Entwicklung werden die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 bringen, die für Ende Februar erwartet werden. Mit einem erwarteten KGV von 54 auf Basis der aktuellen Schätzungen ist die Aktie im Vergleich zum Branchenschnitt (23x) weiterhin ambitioniert bewertet. Investoren werden genau beobachten müssen, ob das Management die Investitionen in internationale Expansion und KI-Anwendungen in nachhaltiges, profitables Wachstum ummünzen kann.
Hims & Hers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hims & Hers-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Hims & Hers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hims & Hers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hims & Hers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
