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Hims & Hers Aktie: Wachstum bricht ein

Die Telehealth-Aktie Hims & Hers steht vor einem drastischen Wachstumseinbruch von über 100% auf nur noch 17%. Das Kerngeschäft gerät unter Druck und die Bewertung bleibt trotz Kursverlust hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Prognose: Umsatzwachstum sinkt auf nur 17 Prozent
  • Kerngeschäft mit Männergesundheit wird zur Belastung
  • Aktie verlor fast 60 Prozent seit Jahreshoch
  • Bewertung liegt trotzdem deutlich über Branchendurchschnitt

Hims & Hers war lange Zeit ein Liebling der Anleger, doch nun weicht die Euphorie ernüchternden Realitäten. Statt dreistelliger Zuwachsraten droht eine massive Verlangsamung, die Analysten zunehmend nervös macht. Insbesondere das Kerngeschäft mit Männergesundheit gerät unter Druck, was Investoren an der Nachhaltigkeit der Erfolgsstory zweifeln lässt.

Alarmierende Prognosen

Die jüngste Verkaufswelle erhielt neuen Schub durch eine aktuelle Einschätzung von Morgan Stanley. Die Experten warnen vor einer drastischen Abkühlung der Dynamik: Während das Telehealth-Unternehmen im ersten Quartal 2025 noch ein explosives Wachstum von 111 Prozent verzeichnete, rechnen die Analysten für das Jahr 2026 nur noch mit einem Umsatzplus von rund 17 Prozent.

Verantwortlich für diesen abrupten Bremsvorgang ist ausgerechnet das Segment für sexuelle Männergesundheit. Marktbeobachter erwarten, dass dieser Bereich in der ersten Jahreshälfte 2026 zur Belastung wird. Verschärfter Preiswettbewerb und ungünstige Verschiebungen bei den Abonnementmodellen nagen an der Substanz und den Margen.

Die Liste der Belastungsfaktoren ist lang:
* Wachstumsschwund: Von dreistelligen Raten hin zu prognostizierten 17 Prozent.
* Branchenschwäche: Die Aktie verlor in einem Monat über 12 Prozent, während der medizinische Sektor nur leicht nachgab.
* Margendruck: Schwache Daten aus Drittanbieter-Verkäufen deuten auf Risiken für die Profitabilität hin.

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Bewertung auf dem Prüfstand

Diese fundamentalen Risse haben im Chart deutliche Spuren hinterlassen. Seit dem Hoch im Februar 2025 hat das Papier fast 60 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 29,62 US-Dollar. Trotz dieses massiven Kursverfalls erscheint die Aktie keineswegs günstig. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 45 liegt die Bewertung noch immer weit über dem Branchendurchschnitt von rund 27.

Zwar versucht das Unternehmen durch Expansion in Bereiche wie Gewichtsmanagement und Hormongesundheit gegenzusteuern, doch die Abhängigkeit von den alten Erfolgsprodukten bleibt hoch. Auch die geplante Integration von Zava in Europa könnte zwar mittelfristig Impulse liefern, birgt aber angesichts der aktuellen Marktskepsis erhebliche Ausführungsrisiken.

Der Blick richtet sich auf Februar

Die Spannung konzentriert sich nun auf den 23. Februar 2026, wenn Hims & Hers die Bücher für das vierte Quartal öffnet. Während Analysten einen Umsatzsprung von fast 29 Prozent erwarten, wird gleichzeitig ein deutlicher Gewinnrückgang pro Aktie prognostiziert. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte jedoch primär der Ausblick sein. Sollte das Management die Befürchtungen eines Wachstums von lediglich 16 bis 17 Prozent für das Gesamtjahr 2026 bestätigen, würde dies das Szenario der Kritiker untermauern.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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