Hims & Hers steht vor einer Weichenstellung: Während das Telehealth-Unternehmen sein Geschäft nach Großbritannien ausweitet, droht in den USA ein Gesetz, das die profitable Compounding-Sparte aushebeln könnte. Die Aktie schloss am Freitag bei 37,24 US-Dollar, nahezu unverändert zum Vortag. Doch die Ruhe täuscht – im Hintergrund tobt ein Kampf um die Zukunft des Geschäftsmodells.
UK-Start als strategischer Gegenpol
Das Unternehmen hat diese Woche seine „Hers“-Plattform im Vereinigten Königreich gestartet. Das Angebot umfasst ein ganzheitliches Programm zur Gewichtsreduktion mit Zugang zu GLP-1-Medikamenten wie Wegovy und Mounjaro sowie oralen Behandlungen. Die UK-Expansion ergänzt das bereits bestehende Portfolio für Männergesundheit, Hautpflege und Haarausfall-Behandlungen.
Die internationale Offensive folgt der Übernahme der europäischen Telehealth-Plattform Zava Anfang des Jahres. Hims & Hers baut damit bewusst ein zweites Standbein außerhalb der USA auf – ein Schritt, der angesichts der aktuellen Entwicklungen in Washington durchaus weitsichtig erscheint.
Gesetzesvorhaben bedroht Kerngeschäft
Der „SAFE Drugs Act of 2025“ hat die Aktie Anfang der Woche um rund 4,4 Prozent abstürzen lassen. Das Gesetzesvorhaben zielt direkt auf das Compounding von GLP-1-Medikamenten ab – ein Segment, das für Hims & Hers zum Wachstumsmotor geworden ist. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte das Unternehmen gezwungen sein, auf Originalmedikamente umzuschwenken. Diese haben allerdings deutlich niedrigere Margen und sind derzeit schwer verfügbar.
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Die Situation ist binär: Scheitert oder verwässert die Gesetzesinitiative, kann Hims & Hers weiterhin von den Lieferengpässen bei Markenmedikamenten profitieren. Kommt es zur strikten Durchsetzung, steht eine fundamentale Neuausrichtung des Geschäftsmodells an.
Insider-Verkauf sorgt für Stirnrunzeln
Direktorin Andrea G. Perez Garcia hat in dieser Woche 2.500 Aktien verkauft. Solche Transaktionen können verschiedene persönliche Gründe haben, fallen aber in einem Umfeld regulatorischer Unsicherheit besonders auf. Ob weitere Führungskräfte folgen werden, dürfte der Markt genau beobachten.
Die technische Stabilisierung am Freitag deutet darauf hin, dass die Panikverkäufe nach der Gesetzesankündigung vorerst ausgelaufen sind. Investoren bewerten nun zwei gegenläufige Entwicklungen: die internationale Expansion einerseits und das regulatorische Risiko in den USA andererseits. Am 31. Januar 2025 wird das Unternehmen seine Quartalszahlen vorlegen – dann dürfte deutlich werden, ob die UK-Umsätze das US-Risiko mittelfristig ausgleichen können.
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