Während die Aktie am 6. April um 3,3 Prozent zulegte, zeichnet ein Blick auf die Eigentümerstruktur ein widersprüchliches Bild. Institutionelle Investoren sind tief gespalten — und Insider haben in den vergangenen sechs Monaten ausschließlich verkauft.
Institutionelle Investoren: Klare Verlierer und Gewinner
Im jüngsten Quartal haben 237 institutionelle Investoren ihre Positionen aufgestockt, während 287 Halter ihre Bestände reduzierten. Unter den größten Verkäufern sticht Forerunner Ventures heraus: Der Fonds trennte sich vollständig von knapp 9,8 Millionen Aktien. Farallon Capital Management reduzierte seine Position um 68,5 Prozent, Renaissance Technologies um 47 Prozent. Auch Morgan Stanley baute seine Beteiligung spürbar ab.
Trotz dieser Abflüsse halten institutionelle Investoren insgesamt noch rund 63,5 Prozent der ausstehenden Aktien.
Insider ohne Kaufsignal
Das Bild auf Insider-Ebene ist eindeutig. In den vergangenen sechs Monaten wurden 21 Transaktionen im freien Markt registriert — ausnahmslos Verkäufe, kein einziger Kauf. CFO Oluyemi Okupe war dabei besonders aktiv: sieben Transaktionen, 90.485 verkaufte Aktien, ein Erlös von rund 3,28 Millionen Dollar.
Die Erholung vom Montag dürfte eher technischer Natur gewesen sein. Analysten verweisen auf Short-Covering nach einer Serie negativer Schlagzeilen sowie auf die Hoffnung rund um die internationale Expansionsstrategie. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie dennoch mehr als 41 Prozent im Minus — nach einem 52-Wochen-Hoch von 70,43 Dollar.
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Wachstumsziele und die Eucalyptus-Übernahme
Operativ liefert das Unternehmen starke Zahlen: 2025 wuchs der Umsatz um 59 Prozent auf rund 2,35 Milliarden Dollar, der Gewinn erreichte 128 Millionen Dollar. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Dollar an, das bereinigte EBITDA soll zwischen 300 und 375 Millionen Dollar liegen.
Ein zentraler Baustein dieser Prognose ist die geplante Übernahme der australischen Telehealth-Plattform Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden Dollar. Rund 240 Millionen Dollar werden bei Abschluss in bar gezahlt, der Rest über garantierte Ratenzahlungen und erfolgsabhängige Komponenten. Eucalyptus erzielte 2025 in jedem Quartal dreistelliges ARR-Wachstum und kommt auf einen annualisierten Umsatz von mehr als 450 Millionen Dollar. Der Deal soll Mitte 2026 abgeschlossen werden und öffnet Märkte in Australien, Japan, Großbritannien, Deutschland und Kanada.
14 Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit „Hold“ und einem Kursziel von 29,33 Dollar. Am 11. Mai legt das Unternehmen seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor — dann dürfte sich zeigen, ob die ambitionierten Jahresziele auf solidem Fundament stehen.
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