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Hims & Hers Aktie: Überraschend problematisch?

Die Aktie von Hims & Hers zeigt eine technische Erholung, während Insider konsequent verkaufen und institutionelle Investoren gespalten sind. Das Unternehmen plant eine große Übernahme und hat ambitionierte Umsatzziele für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Insider verkauften in sechs Monaten ausschließlich Aktien
  • Institutionelle Investoren sind tief gespalten
  • Geplante Übernahme von Eucalyptus für bis zu 1,15 Mrd. USD
  • Ambitionierte Umsatz- und EBITDA-Ziele für 2026

Während die Aktie am 6. April um 3,3 Prozent zulegte, zeichnet ein Blick auf die Eigentümerstruktur ein widersprüchliches Bild. Institutionelle Investoren sind tief gespalten — und Insider haben in den vergangenen sechs Monaten ausschließlich verkauft.

Institutionelle Investoren: Klare Verlierer und Gewinner

Im jüngsten Quartal haben 237 institutionelle Investoren ihre Positionen aufgestockt, während 287 Halter ihre Bestände reduzierten. Unter den größten Verkäufern sticht Forerunner Ventures heraus: Der Fonds trennte sich vollständig von knapp 9,8 Millionen Aktien. Farallon Capital Management reduzierte seine Position um 68,5 Prozent, Renaissance Technologies um 47 Prozent. Auch Morgan Stanley baute seine Beteiligung spürbar ab.

Trotz dieser Abflüsse halten institutionelle Investoren insgesamt noch rund 63,5 Prozent der ausstehenden Aktien.

Insider ohne Kaufsignal

Das Bild auf Insider-Ebene ist eindeutig. In den vergangenen sechs Monaten wurden 21 Transaktionen im freien Markt registriert — ausnahmslos Verkäufe, kein einziger Kauf. CFO Oluyemi Okupe war dabei besonders aktiv: sieben Transaktionen, 90.485 verkaufte Aktien, ein Erlös von rund 3,28 Millionen Dollar.

Die Erholung vom Montag dürfte eher technischer Natur gewesen sein. Analysten verweisen auf Short-Covering nach einer Serie negativer Schlagzeilen sowie auf die Hoffnung rund um die internationale Expansionsstrategie. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie dennoch mehr als 41 Prozent im Minus — nach einem 52-Wochen-Hoch von 70,43 Dollar.

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Wachstumsziele und die Eucalyptus-Übernahme

Operativ liefert das Unternehmen starke Zahlen: 2025 wuchs der Umsatz um 59 Prozent auf rund 2,35 Milliarden Dollar, der Gewinn erreichte 128 Millionen Dollar. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Dollar an, das bereinigte EBITDA soll zwischen 300 und 375 Millionen Dollar liegen.

Ein zentraler Baustein dieser Prognose ist die geplante Übernahme der australischen Telehealth-Plattform Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden Dollar. Rund 240 Millionen Dollar werden bei Abschluss in bar gezahlt, der Rest über garantierte Ratenzahlungen und erfolgsabhängige Komponenten. Eucalyptus erzielte 2025 in jedem Quartal dreistelliges ARR-Wachstum und kommt auf einen annualisierten Umsatz von mehr als 450 Millionen Dollar. Der Deal soll Mitte 2026 abgeschlossen werden und öffnet Märkte in Australien, Japan, Großbritannien, Deutschland und Kanada.

14 Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit „Hold“ und einem Kursziel von 29,33 Dollar. Am 11. Mai legt das Unternehmen seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor — dann dürfte sich zeigen, ob die ambitionierten Jahresziele auf solidem Fundament stehen.

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Diskussion zu Hims & Hers

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.