Regulatorischer Gegenwind und ein Patentstreit mit Novo Nordisk haben Hims & Hers in kurzer Zeit hart getroffen. Nach dem Rückzug eines zentralen Produkts im Abnehmsegment rutschte der Kurs auf ein neues 52‑Wochen‑Tief. Doch ausgerechnet die starke Positionierung von Leerverkäufern macht die Lage vor den Quartalszahlen auch für eine Gegenbewegung interessant.
- Auslöser: Rückzug einer Semaglutid-Pille nach FDA-Ankündigung zu GLP‑1‑Compounds
- Juristischer Druck: Patentklage von Novo Nordisk, inklusive Schadenersatzforderung
- Nächster Fixpunkt: Q4-Zahlen am 23. Februar
- Stütze im Hintergrund: genehmigtes Aktienrückkaufprogramm über 250 Mio. US‑Dollar
Regulatorik und Klage als Kursbremse
Die Abwärtsdynamik speist sich aus einer Kette negativer Nachrichten binnen weniger Tage. Am 7. Februar stoppte Hims & Hers das Angebot seiner „compounded“ Semaglutid-Pille, die erst kurz zuvor gestartet war. Vorausgegangen war eine Mitteilung der US-Arzneimittelbehörde FDA vom 6. Februar: Sie will entschlossen gegen nicht zugelassene, massenhaft vermarktete GLP‑1‑Compounds vorgehen.
Am 9. Februar folgte der nächste Schlag: Novo Nordisk reichte eine Klage wegen Patentverletzung ein. Der Konzern will damit den Verkauf von „compounded“ Kopien seiner Wegovy-Produkte stoppen und fordert zudem Schadenersatz. Damit verschiebt sich der Fokus für Anleger spürbar vom Wachstumsthema hin zum Rechts- und Regulierungsrisiko.
Short-Squeeze-Fantasie vor den Zahlen
Trotz der schwachen Stimmung bringt Dean Curnutt, CEO von Macro Risk Advisors, ein Szenario ins Spiel, das die Volatilität kurzfristig erhöhen könnte: einen möglichen „Short Squeeze“. Laut einem Bericht von Sherwood News von gestern trifft hier ein hoher Short-Interest auf einen stark gefallenen Kurs – eine Kombination, die bei Eindeckungen von Leerverkäufern eine schnelle Gegenreaktion auslösen kann. Kann das tatsächlich schon vor den Q4-Zahlen passieren? Möglich wäre es laut Curnutt vor allem dann, wenn Short-Seller gezwungen werden, Positionen zu schließen.
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Sein Blick richtet sich dabei explizit auf die Tage bis zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am 23. Februar. Er verweist zudem auf den Optionsmarkt, der derzeit aus seiner Sicht asymmetrische Chance-Risiko-Profile für spekulative Long-Positionierungen bieten könne, etwa über Call-Spreads.
Kursziele sinken, Bewertung bleibt hoch
An der Wall Street reagierten Analysten auf das veränderte Risikoprofil mit niedrigeren Kurszielen. Citigroup senkte das Ziel auf 16,50 US‑Dollar. Bank of America reduzierte auf 21,00 US‑Dollar und stufte die Aktie mit „Underperform“ ein.
Trotz des Kursrutsches bringt es das Unternehmen weiterhin auf eine Marktkapitalisierung von rund 3,8 Mrd. US‑Dollar. Der nächste Klartext folgt am 23. Februar: Dann dürfte sich zeigen, wie sich das operative Geschäft unabhängig von der GLP‑1‑Kontroverse entwickelt – und ob das autorisierte 250‑Mio.-US‑Dollar-Rückkaufprogramm dem Kurs zumindest kurzfristig Halt geben kann.
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