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Hims & Hers Aktie: Preisstrategie enttäuscht

Die Einführung der Wegovy-Pille bei Hims & Hers wird von einer überraschend hohen Preisstrategie überschattet, die Analysten zu Umsatzprognose-Kürzungen veranlasst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kritik an teurerem Abo-Modell als Konkurrent
  • Bank of America erwartet Umsatzrückgang im GLP-1-Geschäft
  • Hohe Leerverkaufsquote belastet weiterhin die Aktie
  • Unternehmen peilt für 2026 höheren Umsatz an

Der offizielle Startschuss für die mit Spannung erwartete Wegovy-Pille ist gefallen. Hims & Hers bietet die Abnehm-Medikamente von Novo Nordisk ab sofort auf seiner Plattform an. Die Reaktion der Börse fiel am Donnerstag jedoch unerwartet nüchtern aus, denn die neue Preisstruktur wirft ernste Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit auf.

Teurer als die Konkurrenz

Im Zentrum der Kritik steht das neue Abo-Modell für Gewichtsverlust. Kunden zahlen nach einem Einstiegsmonat für 39 US-Dollar regulär 149 US-Dollar monatlich – die reinen Medikamentenkosten kommen noch separat hinzu. Laut Allen Lutz, Analyst bei der Bank of America, liegt dieser Betrag über den anfänglichen Erwartungen und übertrifft das 145-Dollar-Angebot des direkten Konkurrenten Ro. Damit verliert das Telemedizin-Unternehmen eines seiner wichtigsten Verkaufsargumente: die Positionierung als günstigster Anbieter im hart umkämpften Markt für Abnehm-Präparate.

Die strategische Neuausrichtung vom Discount- zum Durchschnittsanbieter könnte spürbare Folgen haben. Die Bank of America rechnet damit, dass das GLP-1-Geschäft von Hims & Hers bis Ende dieses Jahres um 31 Prozent schrumpfen wird. Diese trüben Aussichten spiegeln sich im Kursverlauf wider. Nach einer anfänglichen Rallye auf rund 27 US-Dollar Anfang März infolge des Novo-Nordisk-Deals ist das Papier mittlerweile wieder in den Bereich von 20 US-Dollar zurückgefallen.

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Leerverkäufer und juristische Hürden

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die Aktie bleibt die hohe Leerverkaufsquote. Aktuell sind rund 83,3 Millionen Aktien leerverkauft, was etwa 40 Prozent der frei handelbaren Papiere entspricht. Zwar hat der Druck durch Leerverkäufe zuletzt etwas nachgelassen, das technische Umfeld bleibt aber angespannt.

Neben den operativen Herausforderungen sorgt auch das rechtliche Umfeld für Gegenwind. Seit dem 20. März untersucht die Kanzlei Kahn Swick & Foti mögliche Pflichtverletzungen des Managements gegenüber den Aktionären. Trotz dieser Unsicherheiten und anhaltender Insider-Verkäufe verzeichnete das Unternehmen 2025 einen Umsatz von 2,35 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management bis zu 2,9 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie ein EBITDA von 300 bis 375 Millionen US-Dollar an. Die Erfüllung dieser Prognose erfordert nun eine strikte Umsetzung der neuen Preisstrategie sowie eine konstant hohe Bindungsrate der frisch gewonnenen Wegovy-Abonnenten in den kommenden Quartalen.

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