Die Aktie des Telemedizin-Anbieters Hims & Hers geriet am Mittwoch unter Druck und verlor rund 5 Prozent. Auslöser waren eine Analystenherabstufung und der Verkauf von Aktien durch den Finanzchef des Unternehmens. Die Kombination beider Faktoren belastete die Stimmung spürbar.
Herabstufung und Insider-Verkauf
Zacks Research stufte die Aktie am Montag von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab – eine deutliche Verschlechterung der Einschätzung. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Chief Financial Officer Oluyemi Okupe am 20. Januar 9.067 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 30,34 US-Dollar verkaufte. Die Transaktion hatte ein Volumen von rund 275.000 US-Dollar und erfolgte im Rahmen eines vorher festgelegten Handelsplans.
Der Verkauf reduzierte Okupes direkten Bestand um etwa 9 Prozent auf 91.617 Aktien. Am selben Tag übte der CFO zudem Optionen zum Erwerb von 9.067 Aktien zu deutlich niedrigeren Ausübungspreisen von 5,01 und 11,53 US-Dollar aus. Während solche Transaktionen Teil regulärer Vergütungsstrukturen sind, kommen sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt – das Unternehmen verzeichnete in den letzten 90 Tagen mehrere Insider-Verkäufe.
Morgan Stanley hielt dagegen am 20. Januar an seinem „Equalweight“-Rating fest, was auf unterschiedliche Sichtweisen unter Analysten hindeutet.
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Wachstum ja, Profitabilität schwankt
Hims & Hers wächst stark, kämpft aber mit schwankenden Gewinnen. Im dritten Quartal 2025 steigerte das Unternehmen den Umsatz um 49 Prozent auf 599 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Beim Gewinn je Aktie blieb es jedoch mit 0,06 US-Dollar hinter den Prognosen zurück.
Das hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das macht die Aktie anfällig für Korrekturen, sobald negative Nachrichten oder enttäuschende Zahlen auftauchen. Zudem belasten Gespräche mit Novo Nordisk über eine mögliche Integration des Abnehmpräparats Wegovy die Bewertung – das Projekt bietet Chancen, birgt aber auch operative Risiken.
Ausblick auf Q4-Zahlen
Die Aktie notiert inzwischen unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und testet neue Unterstützungszonen. Der nächste wichtige Termin sind die Quartalszahlen für Q4 2025, die voraussichtlich Ende Februar veröffentlicht werden. Anleger warten darauf, ob das Unternehmen seine Ertragskraft verbessern kann, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen.
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